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Energieinfrastruktur: Attraktives Neuland für Investoren

Infrastrukturanlagen bieten in der Regel gut prognostizierbare Cashflows sowie oft auch inflationsgeschützte Erträge, die nicht mit jenen an den Aktienmärkten korrelieren.

Energieinfrastruktur im Fokus

Das von hoher Marktvolatilität und tiefen Zinsen geprägte Marktumfeld zwingt Investoren dazu, neue Anlagekategorien in Betracht zu ziehen. Anlagen in die Energieinfrastruktur bieten in der Regel gut prognostizierbare Cashflows sowie oft auch inflationsgeschützte Erträge, die nicht mit jenen an den Aktienmärkten korrelieren.

Der Strommarkt benötigt weiteres Kapital

Der Strukturwandel in der europäischen Energielandschaft setzt auch die Schweizer Energieversorger unter wirtschaftlichen Druck. Als wesentliche Treiber gelten dabei die Politik der Subventionierung erneuerbarer Stromerzeugungstechnologien in Europa und die damit einhergehenden tieferen Preise für konventionell produzierten, nicht subventionierten Strom. In diesem Umfeld sind viele Versorger nicht mehr in der Lage, die notwendigen Erhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen selbst zu stemmen. Sie suchen daher langfristige Finanzinvestoren, für die sich eine Einstiegschance eröffnen kann, wenn sie teilweise die Rolle eines Energieversorgers übernehmen.

Drei Kategorien von Investitionen mit unterschiedlichen Chancen und Risiken

Für die meisten institutionellen Kapitalanleger stellen Investitionen in die Energieinfrastruktur Neuland dar. Die vorhandenen Opportunitäten lassen sich gemäss ihrer ökonomischen Mechanik grob drei Kategorien zuteilen: Geförderte Anlagen, Anlagen mit regulierten Kapitalkosten und nicht geförderte Anlagen.

Geförderte Anlagen profitieren von einer Einspeisevergütung und umfassen beispielsweise Kleinwasserkraft-, Windenergie-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen. Zu den Investitionsmöglichkeiten mit regulierten Kapitalkosten gehört in der Schweiz beispielsweise das Übertragungsnetz. Zu den nicht geförderten Anlagen werden unter anderem grosse Wasserkraftwerke und (Pump-) Speicheranlagen gezählt.

Geförderte Anlagen

Das wesentliche Merkmal ist hier eine finanzielle Unterstützung. Dank dieser weiss der Eigentümer im Voraus, zu welchem Preis er den produzierten Strom über einen längeren Zeitraum (üblicherweise 20 bis 25 Jahre) verkaufen kann. Somit ist der Eigentümer unabhängig von Preisschwankungen im Stromgrosshandel. Folglich ist die Investitionsrechnung mit überschaubaren Risiken behaftet, und die resultierende bessere Planbarkeit vermag neue Investitionen in diesem Bereich auszulösen.

Bestehen bleibt jedoch die Unsicherheit über die Strommenge, die tatsächlich produziert wird. Dies kann zu Schwankungen bei den Entgelten führen. Deshalb sollten die erwarteten hydrologischen und/oder meteorologischen Verhältnisse in eine jede Investitionsprüfung Eingang finden.

Anlagen mit regulierten Kapitalkosten

Bei diesen Anlagen legt der Regulator fest, mit welcher Rendite der Kapitaleinsatz entschädigt wird. Neben anderen Faktoren wie den anrechenbaren Kosten sind die regulierten Kapitalkosten damit der wichtigste Treiber für die Eigenkapitalrendite des Eigentümers. Der Mechanismus der regulierten Kapitalkosten wird insbesondere dann genutzt, wenn es sich um Anlagetypen mit monopolartiger Stellung handelt, wie beispielsweise das Stromverteilnetz. Damit soll verhindert werden, dass der Eigentümer eine Monopolrente abschöpfen kann.

Folglich ist bei diesen Investitionen auch dem regulatorischen Risiko besondere Beachtung zu schenken. Anpassungen der regulatorischen Rahmenbedingungen haben unweigerlich direkte Auswirkungen auf die Rentabilität einer Investition. Ausgleichend wirkt hier, dass der Regulator einerseits bestrebt ist sicherzustellen, dass der Eigentümer keine ungebührliche Rendite erwirtschaftet, andererseits aber auch ein Umfeld schaffen will, in welchem die Anlagen unterhalten und allenfalls erweitert werden. Die Schweiz kann hierbei auf einen sehr zuverlässigen Regulator zurückblicken. Bei dieser Art Investition besteht also keine Abhängigkeit von der Höhe der Strompreise oder der produzierten Strommenge.

Nicht geförderte Anlagen

Bei diesen Anlagen sind die Eigentümer gänzlich den Marktkräften ausgesetzt, insbesondere dem Strommarkt und den jeweiligen Marktpreisen für den produzierten Strom. Während die Kostenseite aufgrund der grossen Erfahrungswerte mit den entsprechenden Technologien relativ gut prognostiziert werden kann, ist die durch den sich ständig ändernden Strompreis verursachte Volatilität auf der Einnahmeseite grundsätzlich ein Problem. Es ist daher wichtig, dass das Strompreisrisiko im Energieinfrastruktur-Portfolio isoliert oder zumindest abgeschwächt werden kann.

Hierzu bieten sich langfristige Abnahmeverträge an, die in mehrfacher Hinsicht eine Win-Win-Situation schaffen. Einerseits profitiert der Kapitalanleger von konstanten Renditen, da der Strompreis über längere Zeit vereinbart wird. Andererseits profitiert aber auch der Energieversorger, da er mit weniger Kapitaleinsatz garantierten Zugang zu einer bestimmten Strommenge erhält, ohne dabei der Volatilität der Grosshandelsmärkte ausgesetzt zu sein. Das Risikoprofil von nicht geförderten Anlagen hängt somit stark von den zugrunde liegenden vertraglich festgelegten Mechanismen ab.

Portfoliosicht bewahren

Jede der vorstehend erläuterten Investitionsmöglichkeiten hat aufgrund der mit ihr verbundenen Chancen und Risiken in einem Energieinfrastruktur-Portfolio ihre Daseinsberechtigung. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang jedoch, dass bei der Portfoliozusammensetzung die jeweiligen Eigenschaften berücksichtigt werden und beim Investitionsvorgang wegen der Komplexität der Investitionen Fachwissen beigezogen wird.

Credit Suisse Energy Infrastructure Partners AG (CSEIP)

Die Credit Suisse Energy Infrastructure Partners AG ist eine Investment-Boutique der Credit Suisse Asset Management. Sie konzentriert sich auf Investitionen im europäischen Energiesektor und bietet institutionellen Anlegern in der Schweiz und Europa unterschiedliche Anlagemöglichkeiten an.

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