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Chinesisch für Aufgeweckte

An einem Engagement am chinesischen Aktienmarkt führt auf längere Sicht kein Weg vorbei. Die beträchtlichen Chancen für global orientierte Investoren liegen auf der Hand. Gleichwohl sollten die Risiken im Auge behalten werden.

Mit einer Einwohnerzahl von rund 1,4 Milliarden hat China einen Anteil von knapp 19 % an der geschätzten Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen. Zum globalen Bruttoinlandprodukt 2016 von USD 75 278 Milliarden trug die Volksrepublik China USD 11 218 Milliarden oder rund 15 % bei. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis China die USA als grösste Wirtschaftsmacht der Welt ablösen wird. Die Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft und die Wachstumsziele der chinesischen Regierung sind imposant. Gleichwohl sind in den Portfolios westlicher Anleger chinesische Aktien, mit denen sie direkt an der Dynamik des Riesenlands partizipieren könnten, noch untervertreten oder gar inexistent.

Für die Zurückhaltung der ausländischen Investoren gegenüber China-Aktien gab es in der Vergangenheit gute Gründe. Vor allem die Unsicherheiten über den Wirtschaftskurs der Regierung, bürokratische Auflagen und die geringe Transparenz wirkten auf die Anleger der westlichen Welt abschreckend. Seit einiger Zeit beginnen sich die Rahmenbedingungen zu ändern. Die Chinesen senden deutliche Signale, dass ausländisches Kapital willkommen ist. China gehört heute auf den Radar von Aktienanlegern, die ihre Investitionen weltweit diversifizieren wollen und einen längerfristigen Horizont haben.

Einfache Fondslösung

Der Zugang zum Aktienmarkt ist dank professionellen Fondslösungen einfach. Seit September 2017 managt das Credit Suisse Asset Management einen Aktienfonds, der eine Brücke zu chinesischen A-Aktien in Shenzhen und Shanghai schlägt − zusammen mit Hongkong der zweitgrösste Aktienmarkt der Welt. 

Alles deutet darauf hin, dass das Handelsvolumen und die Marktkapitalisierung der handelbaren Titel weiter wachsen. Die geplante Aufnahme chinesischer A-Aktien in die MSCI-Indizes ab Mai 2018 wird dieser Anlageklasse weiteren Auftrieb verleihen. Dass sowohl passive, den Index trackende Fondsmanager als auch aktive, benchmarkorientierte Fondsmanager in diese Kategorie investieren müssen, dürfte die Kursentwicklung stützen.

Der Fonds investiert in ein gut diversifiziertes Portfolio von Aktien, die hauptsächlich an den Börsen von Shanghai,The fund not only invests in a well-diversified portfolio of stocks listed mainly on the exchanges in Shanghai, Shenzhen und Hongkong kotiert sind, und bietet eine börsentägliche Liquidität. Das Portfolio konzentriert sich auf die vielversprechendsten Wachstumssparten der chinesischen Wirtschaft. Das im Dezember 2016 lancierte Shenzhen-Hongkong-Stock-Connect-Programm bietet optimale Möglichkeiten zur Port-foliodiversifikation, da über 50 % der in Shenzhen kotierten Aktien zu den Sektoren der New Economy in China gehören. In Shanghai beträgt der Anteil nur 20 %. Der Zeitpunkt zum direkten Erwerb chinesischer A-Aktien von Hongkong aus ist derzeit insofern günstig, als die Titel mit einem hohen Abschlag auf globale Aktien (MSCI World) gehandelt werden. Allgemein wird erwartet, dass die Gewinne in den nächsten zwei Jahren zweistellig wachsen.

Attraktives makroökonomisches Umfeld

Für zusätzlichen Schwung am Aktienmarkt dürfte die gross angelegte chinesische Initiative für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Handel sorgen. Unter dem Titel «One Belt, One Road», auch als «Neue Seidenstrasse» bekannt, will die Regierung neue Handelswege erschliessen, die Internationalisierung der chinesischen Wirtschaft vorantreiben und die Marktstellung in den grossen Abnehmerländern verstärken. Vor allem aber die Initiative «Made in China 2025», die das Land in ein Powerhouse der High-Tech-Wirtschaft transformieren will, hat das Zeug, um Chinas Wachstum zu beschleunigen. China hegt hohe Ambitionen in dynamischen Bereichen wie Biotech, Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), Erneuerbare Energie oder Nuklartechnologie.

Heimvorteil durch ICBCCS

Auch wenn China seine Märkte zunehmend für ausländische Investoren öffnet, bleiben die Erfahrung und der direkte Zugang vor Ort unverzichtbar. Credit Suisse Asset Management ist in der privilegierten Lage, vor Ort auf eine bewährte und überaus erfolgreiche Partnerschaft zählen zu können. An der 2005 gegründeten ICBC Credit Suisse Asset Management Co. Ltd. (ICBCCS) sind die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) mit 80 % und die Credit Suisse Asset Management mit 20 % beteiligt.

Das Joint Venture begründete den ersten Fondsmanager in China, der aus der Partnerschaft zwischen einer inländischen Geschäftsbank und einem ausländischen Asset Manager hervorging. Ende 2017 war die ICBCCS mit einem verwalteten Vermögen von RMB 1 100 Milliarden (USD 174 Milliarden) der zweitgrösste Asset Manager in China. ICBCCS gehört zu den wenigen voll lizenzierten Fondsmanagern in China mit einem breiten Spektrum an Anlagedienstleistungen für ausländische Klienten und hat sich weltweit einen hervorragenden Ruf als Manager chinesischer A-Aktien-Strategien erworben.

Anlageprozess

Unterstützt durch die Expertise von ICBCCS in Peking und das Know-how des Credit Suisse Asset Management Hongkong wählt der Fonds die Titel in einem mehrstufigen Prozess nach dem Bottom-up-Prinzip aus.

Der in Luxemburg domizilierte Fonds investiert in ein diversifiziertes Portfolio von 30 bis 80 Unternehmen, die in alten und neuen Sektoren der chinesischen Wirtschaft tätig sind. Das Anlageuniversum besteht zunächst aus den Aktien, die an der Börse in Shanghai und Shen-zhen (Markt für chinesische A-Aktien) kotiert sind und die über das Stock-Connect-Programm gehandelt werden können. Darüber hinaus investiert der Fonds auch in Aktien mit Kotierung in Hongkong − etwa um Bewertungsdiskrepanzen bei doppelt kotierten Aktien zu nutzen − und in chinesische Unternehmen, die in den USA gehandelt werden (ADR).

Der Fokus liegt auf Aktien, deren Bewertungen durch die Fundamentaldaten eindeutig gerechtfertigt sind. Der Fonds bietet ein hohes Engagement in Small- und Mid-Cap-Werten, den in Shenzhen kotierten Sektoren der New Economy, sowie Aktien von Bluechip-Unternehmen, die sich an den Reformen staatlicher Unternehmen beteiligen. Das Anlageziel des Fonds besteht darin, einen langfristigen Kapitalzuwachs zu erwirtschaften.

Obwohl im derzeitigen geopolitischen Umfeld die Chancen gut stehen, dass dieses Ziel längerfristig erreicht werden kann, dürfen die Risiken nicht ausser Acht gelassen werden. Es sind dies die Anlagerisiken von Schwellenländern im Allgemeinen und die spezifischen Risiken des chinesischen Marktes. Die Steuergesetze, Regulierungen und Usancen in China unterliegen einem ständigen Wandel und können sogar rückwirkend geändert werden. Auch steuerliche Belastungen der Emittenten oder der Wertpapiere können die Performance negativ beeinflussen. Wie die Chancen und Risiken letztlich zu gewichten sind, bleibt auch bei chinesischen Aktien dem Anleger überlassen.

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