Sind Sie bereit für Änderungen an den Devisenmärkten?
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Sind Sie bereit für Änderungen an den Devisenmärkten?

An den Devisenmärkten vollzieht sich ein grundlegender Strukturwandel. Was bedeutet das für Investoren?

Ab Januar 2018 treten mit der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) II für alle Teilnehmer an den europäischen Devisenmärkten wichtige Neuregelungen in Kraft. Generell zielen die neuen Bestimmungen darauf ab, den Wettbewerb und die Transparenz an den Finanzmärkten zu fördern. Sie könnten aber auch zusätzliche Kosten und einen Mehraufwand für Investoren verursachen, die ihre Währungsengagements effektiv verwalten bzw. ihren eigenen treuhänderischen Pflichten nachkommen möchten.

Wandel an den Devisenmärkten

Die zunehmende Globalisierung der Anlageportfolios und die massiven Wechselkursbewegungen infolge der geldpolitischen Divergenz in den wichtigsten Währungsräumen haben zu vermehrten Währungsabsicherungen an den Devisenmärkten geführt. Aufgrund der regulatorischen Neuerungen ist indes die Zahl der Handelsbanken gesunken, die bereit sind, die Risiken zu tragen. Darunter leiden Tiefe und Funktionalität der Märkte. Veränderte Liquiditätsbedingungen könnten das Marktrisiko erhöhen und die Effektivität der verwendeten Hedging-Strategien beeinträchtigen. Daher ist eine effektive Währungsbewirtschaftung inzwischen wichtiger denn je.

Laut MiFID II müssen Finanzinstitute die bestmögliche Ausführung (Best Execution) gewährleisten, indem sie vor und nach der Transaktion eine Kostenanalyse durchführen. Für die Devisenmärkte bringt dies weitere Konsequenzen mit sich. Elektronische Handelssysteme werden von der stärkeren Nachfrage nach Transparenz und Dokumentation profitieren. Dies führt bei stabilen Marktbedingungen zu niedrigeren Geld-Brief-Spannen, trägt aber kaum zur Risikotragfähigkeit bei, wenn sich die Marktsituation verschlechtert. Traditionelle Formen des Devisenhandels sind unter Umständen nicht mehr optimal, während die Überwachung und der bestmögliche Zugang der Fremdwährungsmärkte, mit einem täglichen Handelsvolumen von USD 5 Bio., immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.

Anstieg des Handelsvolumens am Währungsmarkt nach Instrument

Anstieg des Handelsvolumens am Währungsmarkt nach Instrument

Warum sollten Sie Ihre Währungsbewirtschaftung delegieren?

Nicht verwaltete Währungsengagements in einem Portfolio bedeuten ein unentschädigtes Risiko. Andererseits ist die termingerechte und disziplinierte Umsetzung einer Hedging-Strategie, die für eine effektive Währungsbewirtschaftung unabdingbar ist, bisweilen mit viel Aufwand verbunden. Ein separates Currency-Overlay-Mandat kann für die meisten internationalen Anleger erhebliche kostensparende Synergieeffekte bewirken und zugleich das operative Risiko eliminieren.

Anleger, die ihre Währungsbewirtschaftung delegieren, haben zudem unmittelbaren Zugang zu erfahrenen Spezialisten, die über umfangreiche globale Kenntnisse, eine fundierte lokale Marktexpertise und modernste Systeme und Prozesse verfügen. Die Konzeption und Umsetzung einer bestmöglichen Lösung, die auf die individuellen Bedürfnisse und Umstände der Anleger zugeschnitten sind, sorgen dafür, dass sie die Chancen der neuen und veränderten Welt der Währungsbewirtschaftung optimal nutzen können.