Umwelt Biodiversität & natürliches Kapital

Biodiversität & natürliches Kapital

Zum Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung gehört für die Credit Suisse auch der Schutz der Biodiversität. Die Vielfalt des Lebens und der natürlichen ökologischen Prozesse ist von grosser Bedeutung. Die Artenvielfalt wird jedoch durch Raubbau, den Verlust von Lebensraum, den Klimawandel sowie invasive Arten bedroht.

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt des Lebens und seiner Prozesse. Sie umfasst die Artenvielfalt von Lebewesen, Ökosystemen und Lebensräumen. Intakte Ökosysteme und Biodiversität leisten der Menschheit und der Wirtschaft wertvolle Dienste: Sie liefern Rohstoffe, Nahrungsmittel oder medizinische Substanzen, sie filtern Schadstoffe, speichern Kohlendioxid und unterstützen die Regeneration der Böden. Die Methoden zur Bewertung dieses natürlichen Kapitals sowie der Kosten, die eine verringerte Artenvielfalt und verminderte Leistungsfähigkeit dieser Ökosysteme nach sich ziehen, müssen dabei stetig weiterentwickelt werden. Als Finanzdienstleister sind wir überzeugt, dass die Entwicklung finanzieller Bewertungsmethoden unverzichtbar ist für eine angemessene Nutzen-Risiko-Bewertung wirtschaftlicher Aktivitäten, die von den Leistungen der Biodiversität abhängig sind.

Projekte und Aktivitäten

Wir führen diverse Aktivitäten durch, um unsere Mitarbeitenden in Sachen Biodiversität zu sensibilisieren und stehen in einem regelmässigen Dialog zum Thema mit einer Vielzahl von NGOs sowie mit Unternehmen des Privatsektors.
Im Jahr 2016 setzten wir unsere Beratungstätigkeit beim Sustainable Palm Oil Transparency Toolkit (SPOTT) fort und fungierten als Gastgeber der jährlichen Konferenz der Umwelt-NGO Rainforest Alliance in New York, die praxisorientierte Ansätze zu Investitionen in nachhaltige Wald- und Landwirtschaft untersuchte. Ausserdem waren wir Gastgeber eines Workshops in London, an dem sich Banken mit Vertretern des World Wildlife Fund (WWF) über Ansätze zum Risikomanagement in Bezug auf Weltkulturerbe-Stätten austauschten, und wir unterstützten einen Anlass zusammen mit WWF Türkei, an dem wir Geschäftsrisiken in Zusammenhang mit Wasser diskutierten.

Naturschutzfinanzierung (Conservation Finance)

Für die Erhaltung natürlicher Lebensräume und Prozesse, die das Überleben von Menschen, Tieren und anderen Spezies gewährleisten, ist bedeutend mehr Kapital notwendig, als bisher eingesetzt wird. Um dafür mehr privates Kapital zu beschaffen, müssen mehr Anlageprodukte entwickelt und Anleger verstärkt über die vorhandenen Möglichkeiten von Kapitalanlagen informiert werden, die nebst finanzieller Rendite auch einen messbaren positiven Einfluss auf die Umwelt haben. Anfang 2014 publizierte die Credit Suisse eine in Zusammenarbeit mit dem WWF und McKinsey verfasste Studie über innovative privatwirtschaftliche Finanzierungsstrukturen im Bereich Naturschutzfinanzierung (Conservation Finance) sowie über die Hindernisse und Chancen bei der Erweiterung entsprechender Ansätze. Im Dezember 2014 lancierten wir schliesslich mit den Nature Conservation Notes ein Produkt in diesem Bereich und setzten unser Engagement seither kontinuierlich fort. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.

Habitat Mapping (Kartierung von Lebensräumen)

Seit 2014 beraten wir die Zoologische Gesellschaft von London (Zoological Society of London, ZSL) bei der Entwicklung ihres kostenlosen und interaktiven Toolkits zum Thema Transparenz in der Produktion von nachhaltigem Palmöl. Das Toolkit kombiniert satellitenbasierte Kartierungstechnologie mit Einschätzungen zur Nachhaltigkeit der grössten börsenkotierten Palmölproduzenten. Die Credit Suisse nutzt SPOTT bei der Prüfung von Nachhaltigkeitsrisiken, und wir regen unsere Kunden dazu an, an der Weiterentwicklung des Projekts teilzunehmen.