Ansatz & Berichterstattung Ziele & Ergebnisse

Ziele & Ergebnisse

Übersicht über unsere Ziele in den Bereichen Bankgeschäft, Gesellschaft und Umwelt, in unserer Rolle als Arbeitgeber und im Dialog mit unseren Anspruchsgruppen.

Zielsetzungen 2016

 

  • Das Legal-Entity-Programm mit der für die zweite Jahreshälfte 2016 erwarteten Aufnahme des Betriebs der neuen Schweizer Rechtseinheit Credit Suisse (Schweiz) AG, die durch die zuständigen Aufsichtsbehörden, insbesondere der FINMA, noch abschliessend genehmigt werden muss, weiterhin umsetzen. Gleichzeitig sicherstellen, dass die Kunden Zugang zu denselben hochwertigen Dienstleistungen, dem Produktangebot und der umfassenden Kompetenz unserer globalen Bank haben. In den USA planen wir, innerhalb der bis Juli 2016 laufenden Frist die Intermediate Holding Company (IHC) zu schaffen.
  • Die Redimensionierung unserer Investment-Banking-Bereiche fortsetzen, indem wir ihre Profitabilität und ihre Kapitaleffizienz optimieren, die Stabilität der Erträge erhöhen und die Bedürfnisse unserer Kunden in der Vermögensverwaltung unterstützen. Dies umfasst die Neuausrichtung unserer Aktivitäten in Richtung Beratung und Aktien- emissionen und in Richtung Investment-Grade-Unternehmensanleihen in unserer Division Investment Banking & Capital Markets sowie die Steigerung der Kapitaleffizienz in unserer Division Global Markets.
  • Unsere Governance für Compliance-Risiken und -Kontrollen weiterentwickeln, einschliesslich definierter Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb eines klaren Rahmens, und Transparenz in Bezug auf die Effektivität und Effizienz der durchgeführten Kontrollen herstellen.
  • Den Dialog mit den Aufsichtsbehörden aktiv weiterführen, um unsere Beziehungen zu stärken und unsere Regulierungsagenda zu gestalten.
  • Verbesserung des Managements von Nachhaltigkeitsrisiken durch die Erweiterung des Schulungsangebots und die Entwicklung zusätzlicher Hilfsmittel zur Verwendung durch die Front.
  • Entwicklung eines geeigneten Ansatzes zur Überwachung von Nachhaltigkeitsrisiken auf Portfolio-Ebene für bestimmte Sektoren.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2015

Zielsetzungen Ergebnisse
Arbeiten zur Umsetzung der für die Credit Suisse relevanten TBTF-Regulierungen werden 2015 konsequent fortgeführt.
Wir haben weitere Fortschritte bei der Umsetzung des Programms zur Weiterentwicklung der Rechtsstruktur der Bank erzielt, um aufkommende und zukünftige regulatorische Anforderungen erfüllen zu können. Im April 2015 gründeten wir die Credit Suisse (Schweiz) AG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Credit Suisse AG und neue Schweizer Rechtseinheit. Die Gesellschaft wurde im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Wir haben eine Banklizenz beantragt und gehen davon aus, dass diese Rechtseinheit, die im Wesentlichen das Geschäft der Division Swiss Universal Bank umfasst, im zweiten Halbjahr 2016 ihren Betrieb aufnehmen wird – unter Voraussetzung der Bewilligung durch die Aufsichtsbehörden, insbesondere der FINMA. Zusätzlich zu einer Kapitalerhöhung wurden im Jahr 2015 vorrangige unbesicherte Bail-in-Instrumente in Höhe von USD 15 Mia. ausgegeben. Wir erwarten, dass diese die Kriterien zukünftiger Kapitalanforderungen im Rahmen der vom Financial Stability Board vorgeschlagenen TLAC-Vorschriften (Total Loss-Absorbing Capacity) erfüllen, um eine «Single Point of Entry»-Bail- in-Abwicklungsstrategie zu ermöglichen.

Die Credit Suisse wird sich 2015 sowohl auf internationaler als auch nationaler Ebene aktiv an der Ausgestaltung von laufenden und neuen Regulierungsprojekten beteiligen.

Die Credit Suisse ist bestrebt, die effektive und zeitgerechte Umsetzung und Einhaltung rechtlicher und regulatorischer Vorschriften sowie internationaler Standards zu gewährleisten. Wir analysieren im Sinne eines zukunftsorientierten Ansatzes regulatorische Entwicklungen und deren Implikationen für unser Bankgeschäft und nehmen eine aktive Rolle bei der Ausgestaltung neuer Regulierungen ein. Wir haben dazu auch 2015 eng mit den Regulatoren zusammengearbeitet und uns an Arbeitsgruppen sowie Konsultations- und Vernehmlassungsverfahren auf internationaler (z. B. FSB TLAC und FRTB, Standardized Approach for Credit Risk sowie Entwicklung eines regulatorischen Äquivalenzansatzes) und nationaler Ebene (z. B. «Too Big to Fail», automatischer Informationsaustausch in Steuersachen sowie FIDLEG/ FINIG) beteiligt.
Sensibilisierungsmassnahmen zum Thema Menschenrechte und Nachhaltigkeitsrisiken in Zusammenhang mit möglichen geschäftlichen Transaktionen fortsetzen.
Um das Wissen über den Umgang mit Umwelt- und Menschenrechtsrisiken bei unseren Mitarbeitenden noch stärker zu verankern, haben wir 2015 insgesamt 1’066 Mitarbeitende im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement geschult.
Aktualisierungen und Optimierungen des Leitfadens der Credit Suisse zum Umgang mit ökologischen und sozialen Risiken bei der Finanzierung des Stromsektors. Wir haben im Jahr 2015 neue Richtlinien zum Umgang mit Umwelt und sozialen Risiken bei der Finanzierung im Stromerzeugungssektor entworfen, mit Fokus auf die Stromerzeugung durch Kohle, Wasserkraft und Nuklearenergie. Darüber hinaus haben wir unsere Weisungen zu den Bereichen kontroverse Waffen sowie Öl und Gas aktualisiert.
Weiterer Ausbau des Angebots an nachhaltigen Anlagen, etwa im Bereich des sozialen Unternehmertums und der tertiären Bildung. Erschliessung neuer Themenfelder im Impact Investment.
2015 lancierten wir unsere zweite Higher Education Note, die über 1’000 unterprivilegierten Studierenden Zugang zu erstklassiger höherer Bildung gewähren soll. In Asien können äusserst vermögende Kunden über den Asia Impact Investment Fund in schnell wachsende kleine und mittelgrosse Unternehmen investieren, und in der Schweiz lancierten wir den Credit Suisse (CH) Sustainable International Bond Fund und den Credit Suisse (LUX) Sustainable Bond Fund. Zudem entwickelten wir neue Indexprodukte in Zusammenarbeit mit Finreon und RobecoSAM.
Lancierung eines europäischen Immobilien-Nachhaltigkeitsfonds.
Das Credit Suisse Real Estate Investment Management lancierte am 31. Juli 2015 den CS (Lux) European Climate Value Property Fund, einen der ersten klimaneutralen Immobilienfonds der Branche. Ziel des Fonds ist die Verbesserung der Energieeffizienz und die Senkung der CO2-Bilanz innerhalb des Portfolios durch gezielte Sanierungen und den Ausgleich verbleibender Kohlenstoffemissionen durch Kompensationszertifikate. 

Zielsetzungen 2016

 

  • Weiterführung des Dialogs mit Vertretern aus Politik und Behörden sowie aktive Beteiligung in Branchenverbänden und Arbeitsgruppen.
  • Einen sinnvollen Beitrag zu integrativem Wachstum und globalen Initiativen leisten, beispielsweise zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Dies durch unsere Rolle als Finanzintermediär, Arbeitgeber und Kunde sowie durch unsere kombinierten Corporate-Citizenship-Programme und -Initiativen, durch die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftsbereichen und die weitere Nutzung der Kompetenzen unserer Mitarbeitenden durch Gelegenheiten, sich zu engagieren.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2015

Zielsetzungen Ergebnisse
Aktive Beteiligung an der Weiterentwicklung der Schweizer Finanzmarktregulierung, insbesondere bei den Umsetzungsmassnahmen der Empfehlungen der Expertengruppe Brunetti II zur Weiterentwicklung der Finanzmarktstrategie.
Die Credit Suisse hat sich aktiv an der Ausgestaltung der Anpassungen am «Too Big to Fail»-Regime beteiligt und ihr Expertenwissen und die Erfahrung aus der Praxis in die Diskussion eingebracht. Darüber hinaus standen wir in engem Kontakt mit der Bundesverwaltung und weiteren Anspruchsgruppen, um die Umsetzungsarbeiten in anderen Themenfeldern, wie beispielsweise der Einlagensicherung, zu begleiten.

Sicherstellen, dass die Neuausrichtung der globalen Bildungsinitiative (Vermittlung von Finanzkompetenzen für Mädchen) und der Microfinance Capacity Building Initiative (Ausbau des Portfolios, um den spezifischen Bedürfnissen von Mikrofinanzkunden besser entgegenzukommen) erfolgreich umgesetzt wird und wir unseren Partnern helfen, ihren Wirkungsbereich weiter auszubauen.

Im zweiten Jahr der neu ausgerichteten globalen Bildungsinitiative haben wir unsere Zusammenarbeit mit unseren Partnern Plan International und Aflatoun – unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede in der Vermittlung von Finanzkompetenzen für Mädchen – weiter intensiviert und die Programme zur Förderung von Finanzkenntnissen kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus haben alle Programme im Rahmen der neu lancierten Microfinance Capacity Building Initiative ihr erstes Jahr abgeschlossen – mit finanzieller Unterstützung und dem Austausch von Fachwissen durch das Engagement von Mitarbeitenden.
Zur Stärkung unserer Unternehmenskultur beitragen und einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, indem wir Mitarbeitenden Volunteering-Möglichkeiten anbieten, bei denen sie ihr Fachwissen für den Aufbau von Kapazitäten bei unseren Partnerorganisationen einsetzen, ihre beruflichen und persönlichen Kompetenzen stärken und gleichzeitig ihr Bewusstsein für Herausforderungen in anderen gesellschaftlichen Bereichen schärfen können. 2015 haben über 20’300 Mitarbeitende mehr als 217’600 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet, um unsere Partner zu unterstützen. Sie haben damit eine positive soziale Wirkung erzielt und tiefere Einblicke in die sozialen Probleme der Gemeinden gewonnen, in denen sie leben und arbeiten. Auf Wissens- und Kompetenzaustausch ausgerichtete Freiwilligeneinsätze, beispielsweise im Rahmen des Global Citizens Program und des Virtual Volunteering, sind auch deshalb besonders wichtig, weil sich unsere Mitarbeitenden durch die Unterstützung unserer Partner in einem ganz anderen Umfeld beruflich und persönlich weiterentwickeln.

Zielsetzungen 2016

 

  • Rekrutierung, Weiterentwicklung und Bindung von Mitarbeitenden, um unsere Geschäftsbereiche bestmöglich zu unterstützen.
  • Die Implementierung und den bevorstehenden partiellen Börsengang (IPO1) der Credit Suisse (Schweiz) AG unterstützen.
  • Enge Zusammenarbeit mit Gremien, die die Interessen der Mitarbeitenden in Bezug auf die Anstellungsbedingungen vertreten, wie der Personalkommission der Credit Suisse (PKOM) in der Schweiz.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2015

Zielsetzungen Ergebnisse
Weiterhin Vergütungsprogramme einsetzen, die darauf ausgerichtet sind, die langfristigen Interessen der Mitarbeitenden mit den Interessen der Aktionäre und des Unternehmens in Einklang zu bringen. Dies beispielsweise, indem weiterhin ein erheblicher Anteil der variablen Vergütung aufgeschoben wird und Instrumente eingesetzt werden, die an Rückzahlungsund Malusbestimmungen gebunden sind, die auf bestimmten Leistungs- und Verhaltenskriterien basieren.
Auch im Jahr 2015 orientierten wir uns bei der Vergütung am Grundsatz der Interessenabstimmung zwischen Mitarbeitenden und Aktionären. Dabei berücksichtigten wir die Leistung der Bank und die Notwendigkeit, mit unseren Vergütungen am Markt wettbewerbsfähig zu sein. Die vorherrschende Form der Instrumente der aufgeschobenen Vergütung für das Leistungsjahr 2015 waren Aktienansprüche und Contingent Capital Awards (CCAs). Somit trugen wir den Bedenken der Aktionäre wegen des Verwässerungseffekts von Aktienansprüchen weiterhin Rechnung und boten den Mitarbeitenden zugleich eine attraktive Diversifikation. An der Generalversammlung 2015 führten wir verbindliche Abstimmungen zur Vergütung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung durch und reichten den Vergütungsbericht zu einer konsultativen Abstimmung durch unsere Aktionäre ein.

Lancierung des überarbeiteten Kompetenzmodells als Teil unseres Leistungsbeurteilungssystems, so dass es unsere Business Conduct Behaviors reflektiert; die Basis legen, um zukünftig das Verhalten und die Handlungen unserer Mitarbeitenden im Arbeitsalltag und in der täglichen Interaktion mit Kollegen und mit unseren Kunden beurteilen zu können – hinsichtlich ihrer Kompetenzen und Entwicklungspotenziale sowie ihrer Sensibilisierung in Bezug auf alle Arten von Risiken und deren Management.

2015 wurde ein überarbeitetes Kompetenzmodell eingeführt, das die Business Conduct Behaviors berücksichtigt. Das Kompetenzmodell legt die Basis, um das Verhalten und die Handlungen unserer Mitarbeitenden im Arbeitsalltag und in der täglichen Interaktion mit Kollegen sowie mit unseren Kunden im Hinblick auf Leistung, Entwicklungsbedarf, Sensibilisierung in Bezug auf alle Arten von Risiken und deren Management zu beurteilen.

1 Ein solches IPO setzt unter anderem den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung sowie alle notwendigen Genehmigungen voraus und dient dazu, zusätzliches Kapital für die Credit Suisse AG oder die Credit Suisse (Schweiz) AG zu generieren/aufzunehmen.

Zielsetzungen 2016

 

  • Weitere Stärkung des global nach ISO14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems (UMS) dank einer erfolgreichen Absolvierung des Kontrollaudits 2016 und Anpassung des UMS an neue Prozesse und Verantwortlichkeiten inklusive Vorbereitung auf die neue ISO-Norm für deren Implementierung per 2018.
  • Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie für die betrieblichen Prozesse, inklusive Entwicklung von längerfristig ausgelegten betriebsökologischen Zielen für umweltrelevante Aspekte.
  • Entwicklung eines neuen Produkts im Bereich Naturschutzfinanzierung, um unser Impact-Investing-Angebot weiter auszubauen.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2015

Zielsetzungen Ergebnisse
Sicherstellen einer erfolgreichen globalen Rezertifizierung nach ISO 14001 und Anpassung unseres Umweltmanagementsystems an die neuen Prozesse und Verantwortlichkeiten im Rahmen entsprechender Massnahmen und der neu vereinbarten Facility-Services-Verträge in allen unseren Regionen.
Wir haben die ISO14001-Rezertifizierung 2015 unter der Leitung der Zertifizierungsgesellschaft SGS erfolgreich ohne eine einzige Korrekturmassnahe bestanden. Unseren ökologischen Fussabdruck konnten wir gegenüber 2014 um 2,3 Prozent auf 240’300 Tonnen CO2-Äquivalente weiter verkleinern dank laufender Optimierung der Energieeffizienz in unserem Gebäudeportfolio und bei der IT-Infrastruktur sowie mittels gezielter Investitionen. Auch der Anteil unseres genutzten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen von aktuell 57 Prozent sowie weitere betriebliche Massnahmen halfen mit, unsere Umweltperformance zu steigern. Zudem realisierten wir im sechsten Jahr in Folge die globale Treibhausgasneutralität für den Konzern.

Laufend neue Möglichkeiten im Bereich Naturschutzfinanzierung ermitteln und die Entwicklung entsprechender Produkte vorantreiben.

Wir haben unser Engagement im Bereich Naturschutzfinanzierung 2015 fortgeführt und die Entwicklung von Investment-Lösungen in Land- und Meeres-Ökosystemen vorangetrieben.