Gender Diversity: Europa vornedran
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Gender Diversity: Europa vornedran

Laut Credit Suisse Research Institute generieren Unternehmen mit mind. einer Frau im Verwaltungsrat eine um 3,5 Prozent höhere Überrendite als solche ohne Frauen in diesem Gremium.

Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts haben einige europäische Länder begonnen, Massnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in den Führungsgremien von Unternehmen zu ergreifen. Nun zeigen die damals eingeführten Quoten Ergebnisse und setzen einen globalen Trend in Gang. Der Bericht «The CS Gender 3000: The Reward for Change» des Credit Suisse Research Institute beschäftigt sich ausführlich mit diesem Trend und widmet sich der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der Leistung eines Unternehmens und seiner geschlechtlichen Zusammensetzung gibt.

Fortschritte bei Verwaltungsräten

Die Wissenschaftler deckten mit ihrer Analyse von mehr als 3000 der weltweit grössten Unternehmen 27'000 Senior Managers ab. Insgesamt ist festzustellen, dass die Zahl von Frauen in Verwaltungsräten steigt, jedoch grosse Unterschiede zwischen Ländern und Regionen bestehen. 2015 belegte Norwegen mit 46,7 Prozent Frauen in Verwaltungsräten den Spitzenplatz. Das Schlusslicht war Japan mit lediglich 3,5 Prozent, wobei festzuhalten ist, dass dieser Prozentsatz bereits dreimal höher lag als fünf Jahre zuvor.

Zu wenige Frauen auf der Führungsebene

Es bleibt jedoch noch einiges zu tun, den diese positive Entwicklung ist zwar auf Verwaltungsratsebene zu beobachten, scheint die Ebene des Senior Management aber noch nicht erreicht zu haben. Hier kann man mit den Fortschritten im Bereich Gender Diversity nicht zufrieden sein. Global hat sich der Anteil von Frauen auf der obersten Geschäftsführungsebene (CEOs und ihnen unterstellte Führungskräfte) um weniger als ein Prozent erhöht: von 12,9 Prozent im Jahr 2014 auf 13,8 Prozent im Jahr 2015.

Wer will sich schon Leistungsverbesserungen entgehen lassen?

Die Unternehmen, die dem Gender-Diversity-Trend noch hinterherhinken, sollten sich bemühen, so schnell wie möglich aufzuholen. Es gibt nämlich eindeutige Belege dafür, dass Unternehmen mit einem höheren Anteil von Frauen in Positionen mit Entscheidungsbefugnis – sowohl auf Verwaltungsrats- als auch Geschäftsführungsebene – bessere Leistungen erzielen und höhere Renditen erwirtschaften.

Richard Kersley, Leiter Global Research Product, erläutert die im Bericht enthaltenen Ergebnisse in diesem Video:

Beseitigung des Geschlechtergefälles

Die Credit Suisse hat sich vor Kurzem Ellevate Network angeschlossen, einem globalen Karriere-Netzwerk für Frauen, die sich dafür engagieren, einander durch Weiterbildung, Inspiration und Chancen zu fördern. Ziel dieses Netzwerks ist es, Frauen eine Community zu bieten, auf die sie sich stützen und von der sie lernen können, um die Kluft zu schliessen, die in der Geschäftswelt zwischen den Geschlechtern besteht.

«Wir freuen uns, nun Ellevate anzugehören und damit einem Netzwerk hoch kompetenter, erfolgreicher Frauen. Und dies ist nur einer der vielen Ansätze, die wir verfolgen, um die nächste Generation an weiblichen Führungskräften in der Credit Suisse aufzubauen», so Lydie Hudson, Chief Operating Officer der Division Global Markets der Credit Suisse.