Umwelt Biodiversität & natürliches Kapital

Biodiversität & natürliches Kapital

Zum Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung gehört für die Credit Suisse auch der Schutz der Biodiversität. Die Vielfalt des Lebens und der natürlichen ökologischen Prozesse ist von grosser Bedeutung. Die Artenvielfalt wird jedoch durch Raubbau, den Verlust von Lebensraum, den Klimawandel sowie invasive Arten bedroht.

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt des Lebens und seiner Prozesse. Sie umfasst die Artenvielfalt von Lebewesen, Ökosystemen und Lebensräumen. Intakte Ökosysteme und Biodiversität leisten der Menschheit und der Wirtschaft wertvolle Dienste: Sie liefern Rohstoffe, Nahrungsmittel oder medizinische Substanzen, sie filtern Schadstoffe, speichern Kohlendioxid und unterstützen die Regeneration der Böden. Die Methoden zur Bewertung dieses natürlichen Kapitals sowie der Kosten, die eine verringerte Artenvielfalt und verminderte Leistungsfähigkeit dieser Ökosysteme nach sich ziehen, müssen dabei stetig weiterentwickelt werden. Als Finanzdienstleister sind wir überzeugt, dass die Entwicklung finanzieller Bewertungsmethoden unverzichtbar ist für eine angemessene Nutzen-Risiko-Bewertung wirtschaftlicher Aktivitäten, die von den Leistungen der Biodiversität abhängig sind.

Projekte und Aktivitäten

Wir führen diverse Aktivitäten durch, um unsere Mitarbeitenden in Sachen Biodiversität zu sensibilisieren und stehen in einem regelmässigen Dialog zum Thema mit einer Vielzahl von NGOs sowie mit Unternehmen des Privatsektors. Im Jahr 2015 umfasste dieses Engagement unter anderem unsere Beiträge an den Konferenzen des Center for International Forestry Research (CIFOR) und am World Forum on Natural Capital in Edinburgh, sowie unsere Beratungstätigkeit beim Sustainable Palm Oil Transparency Toolkit (SPOTT).

Naturschutzfinanzierung (Conservation Finance)

Für die Erhaltung natürlicher Lebensräume und Prozesse, die das Überleben von Menschen, Tieren und anderen Spezies gewährleisten, ist bedeutend mehr Kapital notwendig, als bisher eingesetzt wird. Um dafür mehr privates Kapital zu beschaffen, müssen mehr Anlageprodukte entwickelt und Anleger verstärkt über die vorhandenen Möglichkeiten von Kapitalanlagen informiert werden, die nebst finanzieller Rendite auch einen messbaren positiven Einfluss auf die Umwelt haben. Anfang 2014 publizierte die Credit Suisse eine in Zusammenarbeit mit dem WWF und McKinsey verfasste Studie über innovative privatwirtschaftliche Finanzierungsstrukturen im Bereich Naturschutzfinanzierung (Conservation Finance) sowie über die Hindernisse und Chancen bei der Erweiterung entsprechender Ansätze. Ebenso führten wir bei der Federal Reserve Bank of San Francisco einen Experten-Workshop durch und diskutierten das Thema am World Economic Forum (WEF) 2014. Im Dezember 2014 lancierten wir schliesslich mit den Nature Conservation Notes ein Produkt in diesem Bereich und setzten unser Engagement seither kontinuierlich fort. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.

Habitat Mapping (Kartierung von Lebensräumen)

Seit 2014 beraten wir die Zoologische Gesellschaft von London (Zoological Society of London, ZSL) bei der Entwicklung ihres kostenlosen und interaktiven Toolkits zum Thema Transparenz in der Produktion von nachhaltigem Palmöl. Das Toolkit kombiniert satellitenbasierte Kartierungstechnologie mit Einschätzungen zur Nachhaltigkeit der 25 grössten börsenkotierten Palmölproduzenten. Die Credit Suisse nutzt SPOTT bei der Prüfung von Nachhaltigkeitsrisiken, und wir regen unsere Kunden dazu an, an der Weiterentwicklung des Projekts teilzunehmen.