Bankgeschäft Nachhaltige Produkte & Dienstleistungen

Nachhaltige Produkte & Dienstleistungen

Die Kundennachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, die neben finanzieller Rendite ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen, wächst kontinuierlich. Durch eine breite Palette von entsprechenden Produkten und Dienstleistungen eröffnet die Credit Suisse Anlegern den Zugang zu nachhaltigen Investitionen.

Seit über zehn Jahren erweitern wir unser Produkt- und Dienstleistungsangebot mit ökologischem und sozialem Schwerpunkt in allen Divisionen laufend. Zu unseren nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zählen Einzelanlagen und Portfoliolösungen, die Nachhaltigkeits- sowie ökologische, soziale und Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) erfüllen. Unsere Anlageprodukte decken alle Anlageklassen und unterschiedliche Risiko-Rendite-Profile ab. Bei der Entwicklung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen arbeitet die Credit Suisse mit Experten von Forschungsinstituten, Nichtregierungsorganisationen und führenden Thinktanks zusammen. Mithilfe dieser Partnerschaften möchten wir der Nachfrage unserer Kunden nach vielversprechenden Möglichkeiten, sich im Bereich Philantropie zu engagieren und in verantwortungsvolle Anlagen zu investieren, gerecht werden.

Die Credit Suisse bietet auch Roundtables zur Förderung des Austauschs sowie Veranstaltungen zu bestimmten Themen und Foren, bei denen Meinungsführer, Fachleute und Kunden zusammenkommen, um über die neuesten Entwicklungen und Trends im Bereich Philanthropie und verantwortungsbewusste Investments zu diskutieren.

Philanthropy & Sustainable Investment (P&SI)

Die Credit Suisse vermittelt Anlagelösungen, die auf unserem Drei-Säulen-Konzept Philanthropy, Impact Investment und Sustainable Investments (P&SI) basieren.

Philanthropy

Kundenziel: Realisierung von sozialen ökologischen Effekten und Veränderungen durch strategische Philanthropie. In diesem Bereich arbeitet die Credit Suisse eng mit Kunden zusammen, um ihnen dabei zu helfen, ihre persönlichen philanthropischen Werte und ihre sozialen Ziele in ihr Engagement und in ihre Investment-­Strategie zu integrieren. Dies umfasst auch die Beratung in Bezug auf die Bewertung und Auswahl bestehender Projekte und die Einrichtung von Strukturen für gemeinnützige Vergabungen, wie etwa Stiftungen und Trusts.

  • Strategische Philanthropie: Wir bieten individuelle Beratungsdienstleistungen, etwa die Erstellung einer Erklärung zu den Familienwerten zur Einbettung von Philanthropie in Family-Governance-Strukturen und die Nachfolgeplanung oder die Ausarbeitung von Richtlinien und Programmen zur Vergabe von Fördermitteln an Einrichtungen, die gemeinnützige Gelder vergeben.
  • Individuelle oder familiäre gemeinnützige Strukturen: Wir bieten massgeschneiderte Lösungen für die Errichtung, das Management und das Monitoring einer eigenen gemeinnützigen Stiftung des Kunden. Diese Lösungen können Beiträge zu Governance-Strukturen umfassen sowie die Ausarbeitung von Richtlinien und Programmen zur Vergabe von Fördermitteln, die Koordination von Unterstützungsleistungen bezüglich Verwaltung und Einhaltung von Sorgfaltspflichten bei einem Projekt, Dienstleistungen im Hinblick auf Anlagestrategie und Vermögensverwaltung, die Überprüfung der Wirkung von Projekten sowie die Finanzberichterstattung. Unsere Tochtergesellschaft Credit Suisse Trust unterstützt zudem die Gründung und Administration von gemeinnützigen Trusts. Für weitere Informationen, siehe unten.
  • Gemeinnützige Kundenstiftungen: Accentus, Empiris, Symphasis und SymAsia: Alternative zur Einrichtung einer individuellen gemeinnützigen Stiftung für Kunden, die deren Errichtung und Verwaltung delegieren, aber dennoch bei der Wahl der geförderten Projekte mitbestimmen wollen. Die Credit Suisse übernimmt die Betriebskosten der Stiftungen. 

Credit-Suisse-Kunden können sich mittels der gemeinnützigen Dachstiftungen Accentus, Empiris und Symphasis in der Schweiz oder SymAsia in Singapur wohltätig engagieren. Stifter können zu Lebzeiten oder mittels Verfügung von Todes wegen eine individuelle Unterstiftung gründen und sind dabei frei in der Wahl des Namens, des Zwecks und des Auschüttungsmodus. Durch den Einsitz in der Vergabekommission können sie mitbestimmen bei der Auswahl der unterstützten gemeinnützigen Vorhaben. Alle vier Stiftungen sind politisch und konfessionell neutral. Seit der Gründung der Kundenstiftungen Accentus, Empiris und Symphasis konnten über 2‘100 gemeinnützige Projekte mit über CHF 97 Millionen unterstützt werden. In Singapur hat SymAsia seit ihrer Gründung im Jahr 2010 rund USD 24 Millionen vergeben. Da die Credit Suisse die Administrations- und Managementkosten dieser  Stiftungen übernimmt, fliessen die Spendengelder weitestgehend den gemeinnützigen Zwecken zu.

Vorteile einer Kundenstiftung

  1. Der Aufwand für die Errichtung und insbesondere die Verwaltung einer eigenen Stiftung entfällt.
  2. Eine Unterstiftung bietet ähnliche individuelle Wahlmöglichkeiten wie eine selbständige Stiftung.
  3. Dank geringer Kosten stehen mehr Mittel zur Erfüllung des gemeinnützigen Zwecks zur Verfügung.
  4. Spenden sind (im Rahmen der anwendbaren Gesetze) steuerlich abzugsfähig.
  5. Die Betreuung der Unterstiftung und die Umsetzung des Stifterwillens sind langfristig gewährleistet.
  6. Die Dachstiftungen verfügen bei der Suche, Auswahl und Kontrolle von gemeinnützigen Projekten über eine langjährige Erfahrung.
  7. Der Stiftungsrat setzt sich aus renommierten Vertretern verschiedener Fachgebiete zusammen.
  8. Die gespendeten Gelder werden von ausgewiesenen Spezialisten verwaltet.

Die Stiftung Accentus besteht seit 2000. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung sozialer, karitativer, humanitärer, kultureller, medizinischer, ökologischer und anderer gemeinnütziger Werke. Nachfolgend eine Auswahl bestehender Fonds:

Lily Waeckerlin Fonds

  • zeichnet jährlich ein qualitativ hochstehendes Projekt im Bereich „Jugend und Musik“ aus. Der Lily-Waeckerlin-Preis will Kinder und Jugendliche motivieren, Musik nicht nur zu konsumieren, sondern sich aktiv damit auseinanderzusetzen. Er will einem jungen Publikum auch gesellschaftliche Aspekte vermitteln durch die gemeinsame Erarbeitung eines Werks und die vereinte Freude am Erfolg.

Streule

  • fördert gemeinnützige Projekte zu Gunsten der Tiere und ihrer Umwelt in Schweizer Alpengebieten. Überdies sollen Vorhaben zur Sicherung und Aufwertung gefährdeter Lebensräume und zur Erhaltung von Biodiversität unterstützt werden.

Schach Schweiz

  • fördert das Schachspiel in der Schweiz und mit Schweiz-Bezug im Ausland. Unterstützt werden Schachmeisterschaften, Lehrkurse für junge Schachspieler, Schachtalente, Schachausstellungen und Publikationen zu Schach.

Die Stiftung Empiris besteht seit 2002. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, Vorhaben aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Ausbildung zu unterstützen. Nachfolgend eine Auswahl bestehender Fonds:

Brain Diseases

  • finanziert Anerkennungspreise für Doktorandinnen und Doktoranden mit besonders bemerkenswerten Leistungen im Bereich der Grundlagenforschung bei Hirnkrankheiten.

Martin Stoffel

  • unterstützt Projekte der klinischen Krebs- und Stammzellenforschung.

Judith Linggi

  • unterstützt Projekte zur Identifikationen von individuellen Leukämietherapien für Kinder.

Alzheimer

  • fördert Projekte, die die Ursachen der Alzheimerkrankheit erforschen oder sich mit den therapeutischen Aspekten des Leidens befassen.

Die Stiftung Symphasis besteht seit 2002. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist die Unterstützung und Förderung sozialer, karitativer, umweltbezogener, kultureller und gesundheitssportlicher gemeinnütziger Werke. Nachfolgend eine Auswahl bestehender Fonds:

Protection des forêts tropicales

  • finanziert Projekte zur Erhaltung der letzten ursprünglichen Tropenwälder auf Madagaskar, auf Borneo und im Amazonasgebiet und zur Schaffung von Lebensgrundlagen für die Menschen dieser Gebiete. 

Dietrich Peter Schindler

  • fördert Projekte, die die Selbständigkeit und Würde älterer Menschen und den Dialog zwischen den Generationen unterstützen.

Yalda

  • unterstützt die Ausbildung von unterprivilegierten Kindern aus den Armenvierteln von Rio de Janeiro.
  • finanziert den Aufbau von Gebärkliniken in Eritrea, damit Mütter ihre Kinder an einem sicheren Ort zur Welt bringen können.

SymAsia Foundation Ltd wurde 2010 als Gesellschaft mit beschränkter Nachschusspflicht gegründet. Einziger Stiftungszeichner ist die Credit Suisse. Über die SymAsia-Dachstiftung können Spender ihre eigenen Stiftungen gründen und direkt für wohltätige Zwecke bzw. an gemeinnützige Organisationen weltweit Geld spenden. SymAsia wird die Gelder nach Anweisung ausbezahlen. Die Stiftung wird von einem professionellen Team der Credit Suisse geführt und von einem unabhängigen Verwaltungsrat geleitet.

SymAsia arbeitet mit Spendern zusammen, um deren karitatives Engagement zu unterstützen und zu fördern. Im Folgenden finden Sie zwei Beispiele für die Arbeit der Stiftung:

Passend zum Kerngeschäft des Kunden: Luxasia Foundation

Die Initiative «Empowerment of Women» ist ein Projekt in Singapur, das mit Unterstützung der Philanthropie-Berater von SymAsia entwickelt wurde, um Frauen eine Resozialisierung und Berufsausbildung zu ermöglichen, damit sie berufliche Kompetenzen für eine Erwerbstätigkeit aufbauen können. Das Programm greift das Kerngeschäft und den Kundenkreis der Luxasia Foundation auf.

Gleiche Bildungschancen: Chow Kwai Yoong Foundation

Ein Spender, der benachteiligten Kindern Chancengleichheit bieten möchte, entwickelte zusammen mit den Philanthropie-Beratern von SymAsia ein Tutorenprogramm, das darauf ausgerichtet ist, Kindern aus armen Familien mit schlechten Schulnoten gleiche Bildungschancen zu ermöglichen. Abgesehen von den Vorteilen, die die Kinder aus der Lernunterstützung erhalten, sollen im Rahmen des Programms auch Tutoren eingestellt werden, die ebenfalls ein grösseres Einkommen für ihren Unterhalt benötigen.

Impact Investment

Impact Investment fokussiert darauf, zugleich eine finanziellen Rendite und positive soziale und/oder ökologische Effekte zu erzielen.

  • Mikrofinanz: Unterstützung für Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide durch Zugang zu Finanzdienstleistungen. Wir sind seit 2002 führend im Bereich Mikrofinanz, mit betreuten Vermögen von über USD 2,8 Milliarden, die für die Finanzierung von Mikrofinanzinstitutionen verwendet werden. Über die Credit Suisse Foundation unterstützen wir Mikrofinanzinstitutionen bei der Entwicklung von Produkten, die den immer vielfältigeren Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden. Für weitere Informationen, siehe unten.
  • Höhere Bildung: Unterstützung von talentierten, aber unterprivilegierten Studierenden. Wir verschaffen ihnen durch entsprechende Anlageprodukte, wie zum Beispiel unsere Higher Education Notes, Zugang zu einem Hochschulstudium und ermöglichen bessere Beschäftigungsaussichten und ein höheres Einkommen. Unsere 2015 lancierte Higher Education Note 2 soll über 1’000 besonders talentierten, aber unterprivilegierten Studierenden Zugang zu höherer Bildung verschaffen.
  • Naturschutzfinanzierung: Schaffung neuer, langfristiger und diversifizierter Einkommensquellen, die wesentlich zur Erhaltung der Biodiversität und der natürlichen Ökosysteme beitragen können, etwa durch unsere Nature Conservation Notes. Für weitere Informationen, siehe unten.
  • Nachhaltige Landwirtschaft und Fair Trade: Förderung verantwortungsbewusster Produktionsmethoden durch Unterstützung von Kleinbauern zur Erreichung besserer Handelsbedingungen sowie Garantie eines Mindestpreises.
  • Soziale Unternehmen: Finanzielle Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen, die soziale Ziele verfolgen, zum Beispiel durch den Asia Impact Investment Fund.

Hinter der Idee von Mikrofinanz steht ein einfaches Konzept: Menschen, die über keine oder nur wenige Sicherheiten verfügen, wird Investitionskapital – oft wenige 100 USD – geliehen, damit sie gemeinsam als Gruppe die Kreditrückzahlung garantieren können. Inzwischen werden diese Darlehen nicht mehr nur Gruppen, sondern auch Kleinstunternehmerinnen und -unternehmern gewährt. Zudem erweiterte sich das Angebot von Krediten zu Versicherungen, Spareinlagen und Geldtransfers. Den Anlegern bietet Mikrofinanz sowohl eine soziale, als auch eine finanzielle Rendite.

Investitionen im Bereich Mikrofinanz sollen ökonomisch benachteiligten Personen, besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern, den Zugang zu Kleinkrediten, Versicherungsprodukten und anderen Finanzdienstleistungen erleichtern und ihnen so helfen, Kleinunternehmen aufzubauen und sich damit eine Lebensgrundlage zu schaffen. 2015 haben über 3 Millionen Menschen von unseren Aktivitäten in diesem Bereich profitiert.

Wir bieten eine Reihe von Beratungsdienstleistungen und Kapitalmarkttransaktionen sowie mehrere globale Mikrofinanzfonds, drei Local Currency Microfinance Notes und einen Private­-Equity­-Dachfonds. Auch sind wir Mitglied der European Microfinance Platform, eines Netzwerks von etwa 120 Organisationen, und wir arbeiten mit dem Global Impact Investment Network in einer Reihe von Projekten zusammen, darunter auch solche aus dem Mikrofinanzbereich.

Ziel unserer Aktivitäten im Mikrofinanzbereich ist die finanzielle Eingliederung der schätzungsweise zwei Drittel der Weltbevölkerung, die noch immer keinen Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen haben. Informationen zu unserer Microfinance Capacity Building Initiative (MCBI) und dem Global Citizens Program finden Sie hier.

Aus dem privaten Finanzsektor stammende marktbasierte Finanzierungsmechanismen für den Naturschutz besitzen grosses Potenzial. Wir haben unser Engagement im Bereich Naturschutzfinanzierung ausgebaut, in dem sowohl der langfristige Schutz von Naturkapital, als auch eine finanzielle Rendite angestrebt werden.

Was ist Naturschutzfinanzierung?

Bei der Naturschutzfinanzierung geht es um Kapital, das in ein Ökosystem investiert wird, um einen oder mehrere Cashflows zu generieren. Diese Struktur erlaubt einen langfristigen Schutz des zugrunde liegenden Naturkapitals und liefert den Anlegern gleichzeitig eine finanzielle Rendite. Bislang genutzte marktorientierten Ansätze stützen sich primär auf direkt mit einem Ökosystem verbundene Strategien – z. B. Kompensations- und Ausgleichszahlungen – oder indirekte Ansätze, wie die Zertifizierung nachhaltig erzeugter Güter aus einem bestimmten Ökosystem. Unseren Untersuchungen zufolge könnten vermögende, institutionelle und Retail-Kunden die für den Erhalt der wichtigsten Ökosysteme der Welt benötigten USD 200-300 Milliarden an Anlagekapital im Jahr aufbringen.

Unsere Rolle bei der Naturschutzfinanzierung

Anfang 2014 veröffentlichte die Credit Suisse zusammen mit dem WWF und McKinsey eine Pionier-Studie zum Thema Naturschutzfinanzierung, die sich mit innovativen Privatfinanzierungstrukturen im Naturschutz sowie mit hinderlichen und förderlichen Faktoren bezüglich des Ausbaus solcher Strategien befasste. Die Frage der Naturschutzfinanzierung und die zugehörige Studie waren auch Thema bei einer von der Credit Suisse im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos im Januar 2014 veranstalteten Podiumsdiskussion mit dem Titel "How Can Private Capital Create Sustainable Impact?" (Wie kann privates Kapital eine nachhaltige Wirkung entfalten?). Um die Diskussion in diesem Sektor voranzutreiben, war die Credit Suisse zudem Mitorganisatorin eines von der Federal Reserve Bank of San Francisco ausgerichteten Experten-Workshops im Jahr 2014, an dem weltweit führende Experten auf dem Gebiet der Naturschutzfinanzierung teilnahmen. Eine Zusammenfassung dieser Gespräche steht hier zur Verfügung. 2015 waren wir zudem Mitorganisator und Gastgeber der ersten globalen Investoren-Konferenz zum Thema Naturschutzfinanzierung, die an unserem Standort in New York stattfand. Im Januar 2016 veröffentlichten wir gemeinsam mit dem McKinsey Center for Business and Environment eine Studie mit dem Namen «Conservation Finance – From Niche to Mainstream», die auf Paradigmenwechsel fokussierte, welche die nächste Wachstumsphase in diesem Bereich einleiten könnten. Diese wurde im selben Monat an unserer zweiten globalen Investoren-Konferenz in New York veröffentlicht.

Ausgehend von Research-Aktivitäten im Bereich Naturschutzfinanzierung (zum Beispiel einer gemeinsam mit dem WWF erstellten Studie) lancierte die Credit Suisse im Dezember 2014 die Nature Conservation Notes. Dieses innovative Produkt im Bereich Naturschutz konzentriert sich auf Anlagen in die nachhaltige Agroforstwirtschaft und den Erhalt von Ökosystemen sowie in ein Portfolio nachhaltiger Anleihen. Die Notes ermöglichen die Unterstützung von Naturschutzaktivitäten in rund 10 bis 15 Ländern und die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung lokaler Gemeinschaften in diesen Ländern durch die Erträge aus Projekten, die vom Luxemburger Impact-Investment-Fonds Althelia Climate Fund finanziert werden. Durch den Verkauf nachhaltiger zertifizierter Rohstoffe und durch Zahlungen für Ökosystemleistungen werden finanzielle Erträge für die Anleger des Fonds erwirtschaftet. Mit der Finanzierung von in lokalen Gemeinschaften verankerten Organisationen und von Massnahmen zum Schutz der Biodiversität und von Gewässern sowie zur Bekämpfung des Klimawandels werden soziale und ökologische Effekte erzielt. Die Nature Conservation Notes der Credit Suisse wurden vom Nachrichten- und Analysedienst Environmental Finance zum «Forestry Deal of the Year 2015» gekürt.

Die Naturschutzfinanzierung ist an einem Wendepunkt angelangt, an dem sie den Weg der Spendenfinanzierung verlassen und zunehmend von wirtschaftlichen anlegerorientierten Vehikeln Gebrauch machen muss. Heute finden sich vergleichsweise wenige nachhaltige Anlagemöglichkeiten, obwohl Ressourcen wie Wasser oder Wald das Potenzial besitzen, regelmässige «natürliche» Einkommensströme zu generieren. Unsere Untersuchungen haben indes ergeben, dass sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Anlegern eine Nachfrage nach solchen Finanzprodukten besteht. Bieten diese Produkte doch neben einer doppelten – nämlich einer finanziellen und einer ökologischen – Rendite eine Finanzinvestition in Wachstumsmärkte sowie eine Portfolio-Diversifikation gegenüber erwarteten makroökonomischen Entwicklungen (z. B. Beschränkung natürlicher Ressourcen) und regulatorischen Änderungen (z. B. verpflichtende Biodiversitäts-Offsets für Industriebetriebe).

Die Credit Suisse will weiter Vehikel entwickeln, die den vielfältigen Risiko/Rendite-Erwartungen und Anlageprofilen der vorstehend genannten Kundensegmente entsprechen. Deshalb haben wir, zusammen mit führenden privatwirtschaftlichen und öffentlichen Finanzinstituten sowie mit Experten aus dem akademischen Bereich, im September 2016 die Coalition for Private Investment in Conservation (CPIC) lanciert.

Nachhaltige Anlagen

Kundenziel: finanzieller Ertrag mit Portfolio- und einzelnen Anlagelösungen, die Nachhaltigkeits- und ESG-Kriterien (ökologische, soziale und Governance-Kriterien) erfüllen. Unser Angebot im Bereich nachhaltige Anlagen umfasst Portfoliolösungen sowie Produkte über alle Anlageklassen hinweg, inklusive Aktien, Fixed Income, Immobilien, alternative Anlagen, Indexlösungen und thematische Anlagen.

  • Nachhaltige Portfoliolösungen: Ausgangspunkt für die Definition der nachhaltigen Anlagestrategie eines Kunden sind seine Werte, sein Risiko-Rendite-Profil und seine bevorzugten Anlageklassen. Gemeinsam mit dem Kunden beurteilen wir das Anlageuniversum unter Berücksichtigung der verschiedenen Nachhaltigkeitsan­sätze, die eingesetzt werden können (beispielsweise des Ausschluss-Ansatzes, des normbasierten Ansatzes, des Best-in-Class-Ansatzes sowie thematischer Anlagen). Zum Aufbau des nachhaltigen Portfolios führen wir Portfolio-Screenings durch und wählen Anlagevehikel und -produkte, die den definierten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen.
  • Wir setzen Nachhaltigkeit durch einzelne nachhaltige Anlagen um, beispielsweise auch im Credit Suisse Fund (Lux) Global Responsible Equities, im Credit Suisse (Lux) European Climate Value Property Fund, im Credit Suisse Real Estate Fund Green Property und im Credit Suisse Fund (Lux) RobecoSAM Equities World Sustainability. Für weitere Informationen, siehe unten.
  • Das Real Estate Investment Management (REIM) der Credit Suisse betrachtet Nachhaltigkeit als wesentliche Bedingung für die Entwicklung und das Management seiner Immobilienbestände. Seine aktive Nachhaltigkeitsstrategie dient der Bewältigung von Herausforderungen in einem Geschäft, auf das volatile Energiepreise und strengere Regulierung einen zunehmenden Einfluss haben. Für weitere Informationen, siehe unten.
  • Als Unterzeichner der Principles for Responsible Investment (PRI) betonen wir unsere Verpflichtung, im besten langfristigen Interesse unserer Kunden zu handeln und zu diesem Zweck ESG-Kriterien in unsere Anlageprozesse und -entscheidungen einzubeziehen. Neben der Berücksichtigung von Finanzdaten ziehen Anlageverantwortliche auch nicht finanzielle ESG-Informationen heran, um sich ein umfassenderes Bild eines Unternehmens und seiner Geschäftstätigkeit zu verschaffen und so fundiertere Anlageentscheidungen zu treffen.
  • Unser Global-Research-Team entwickelt – basierend auf der Wahl der Wertschriften – nachhaltige Anlagestrategien. Mehr zu den neuesten Research-Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit finden Sie weiter unten. Für weitere Informationen, siehe unten.
  • CS Real Estate Fund Green Property
  • Credit Suisse Fund (Lux) Global Responsible Equities
  • Credit Suisse (CH) Sustainable International Bond Fund
  • Fineron Sustainable Emerging Markets Equity IsoPro®
  • Credit Suisse (Lux) European Climate Value Property Fund
  • Credit Suisse Fund (Lux) RobecoSAM Equities World Sustainability

In dynamischen Branchen wie den erneuerbaren Energien und Energieeffizienz sind verlässliche Informationen als Grundlage für Investitionsentscheidungen zentral. Als Konjunkturindikator stellt der Renewable Energy Index Switzerland (REIS) in diesem Bereich Informationen zu Umsatz, Auftragsbestand, Lieferfristen, Lagerbestand und Beschäftigung im Markt für nachhaltige Energien zur Verfügung. Er wird in Zusammenarbeit mit der AEE SUISSE, dem Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz, vierteljährlich veröffentlicht. Der Indikator beruht auf einer Umfrage unter Unternehmen der Branche für nachhaltige Energielösungen (erneuerbare Energien und Energieeffizienz). Der REIS zeichnet die konjunkturelle Entwicklung in der Branche der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zeitnah nach und dient als Frühindikator.

Deren Erhebung und Auswertung erfolgt in Anlehnung an die Vorgaben der International Federation of Purchasing and Materials Management. Die AEE SUISSE ist mit der Erhebung der Umfrage betraut, während die Credit Suisse für deren Auswertung und für die Publikation der damit verbundenen Daten verantwortlich zeichnet.

Das Konzept des Renewable Energy Index Swiss (REIS) ist in Anlehnung an den procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) des Fachverbandes für Einkauf und Supply Management procure.ch und der Credit Suisse entstanden. Der PMI ist ein Konjunkturindikator, der die Entwicklung des Geschäftsverlaufs im Schweizer Industriesektor abbildet. Wie beim PMI werden für den REIS vierteljährlich Führungskräfte von Unternehmen aus der Branche für erneuerbare Energien und effiziente Energielösungen befragt.

Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als CHF 42 Milliarden (per Jahresende 2015) und einem Portfolio von rund 1'200 Objekten in 20 Ländern gehört das Real Estate Investment Management (REIM) der Credit Suisse zu den grössten Immobilienfondsmanagern weltweit. Das REIM betrachtet Nachhaltigkeit als wesentliche Bedingung für die Entwicklung und das Management seiner Immobilienbestände. Neben der Energie- und Ressourceneffizienz sind klimaschädliche CO2-Emissionen von Immobilien die wesentlichen Anknüpfungspunkte für eine nachhaltige Immobilienwirtschaft.

Mit dem Ziel, seine Nachhaltigkeitsperformance im internationalen Vergleich systematisch messen und vergleichen zu können, nimmt das REIM seit 2013 beim Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) teil. GRESB repräsentiert mehr als 700 Immobilienunternehmen und -vermögensverwalter mit einem Immobilienbestand im Gesamtwert von mehr als USD 2,3 Billionen. Das Real Estate Investment Management hat 2015 mit allen 14 Schweizer Immobilienanlagelösungen bei GRESB teilgenommen. Acht davon wurden für ihre überdurchschnittliche Nachhaltigkeitsperformance mit dem Green Star Award ausgezeichnet.

Zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Reduktion von CO2-Emissionen analysiert und optimiert das REIM zudem rund 1’000 Gebäude in der Schweiz systematisch mit dem Ziel, innerhalb von fünf Jahren rund 10 Prozent CO2 einzusparen. Für einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz im Immobiliensektor hat das REIM das Gütesiegel «greenproperty» initiiert. Per Ende 2015 waren rund 900’000 Quadratmeter zertifiziert (inkl. provisorische Vorzertifizierungen). Das Schweizer Portfolio von REIM umfasst zudem rund 1 Million Quadratmeter Fläche, die nach dem Schweizer Minergie-Label zertifiziert wurde.

Wir führen divisionsübergreifend Research unter Nachhaltigkeitsaspekten durch und haben dies auch im Jahr 2015 fortgesetzt. Beispielsweise publizierte der Bereich Investment Strategy & Research der Division International Wealth Management ein Update zu seinem Bericht zu globalen Megatrends, der Nachhaltigkeit als einen der drei Haupttrends neben der Demografie und dem Übergang zu einer multipolaren Welt behandelt. Unsere neue wöchentliche Publikation «What’s New in ESG?» präsentiert Research von Analysten der Credit Suisse zu ESG-Fragen und berichtet über entsprechende ESG-Ereignisse und -Themen.

Das Credit Suisse Research Institute führt als unsere Thought-Leadership-Plattform Studien durch, die sowohl den Kunden als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Im Jahr 2015 beurteilte es verschiedene Szenarien für die wirtschaftliche, politische und soziale Weltordnung in der Publikation «The End of Globalization or a More Multipolar World?», und die sechste Ausgabe des «Global Wealth Report» präsentierte Daten zur globalen Verteilung von Wohlstand.

Im Bereich Investment Research veröffentlichen wir zudem in regelmässig erscheinenden Analysen globale volkswirtschaftliche Einschätzungen und Marktausblicke mit konkreten Anlageempfehlungen. In unserem Magazin «Global Investor» werden Studien zu aktuellen Themen und langfristigen Trends publiziert, wie beispielsweise der Sharing Economy. Zu den weiteren Research-­Publikationen des Jahres 2015 zählten Studien zu Anlageideen im Zusammenhang mit El-Niño-Ereignissen sowie eine Studie zum Thema Anlegen in gesunde Lebensweisen.

Wir befassen uns mit ESG-Aspekten auch durch thematische Indizes. Credit Suisse HOLT, ein Rahmenwerk zur Bewertung der Performance von Unternehmen, hat 2015 sein Angebot ausgebaut und bietet neu eine Governance-Datenbank an, die Anreizpläne systematisch nach ihrer Orientierung an vermögensbildenden Prinzipien beurteilt. Die Anleger erhalten Einblicke in die Strategie eines Unternehmens, Strategieänderungen und die Qualität des Verwaltungsrats. In Verbindung mit der proprietä­ren HOLT-Kennzahl für die Kapitalrendite können Anleger Managementfähigkeiten, Vermögensbildung und Governance-Risiken unabhängig beurteilen. Zudem veröffentlichen wir in der Schweiz gemeinsam mit der AAE SUISSE vierteljährlich den Renewable Energy Index Switzerland (REIS). Der REIS dient als Konjunkturindikator für nachhaltige Energielösungen.