Ansatz & Berichterstattung Ziele & Ergebnisse

Ziele & Ergebnisse

Übersicht über unsere Ziele in den Bereichen Bankgeschäft, Gesellschaft und Umwelt, in unserer Rolle als Arbeitgeber und im Dialog mit unseren Anspruchsgruppen.

Zielsetzungen 2017

 

  • Wir bleiben weiterhin auf unsere wichtigsten Prioritäten fokussiert, damit wir gut aufgestellt sind, um profitabel zu wachsen und langfristigen Mehrwert für unsere Aktionäre zu generieren. Wir sind bestrebt, im Verlauf des Jahres 2017, unter Ausschluss des geplanten partiellen Börsengangs (IPO1) der Credit Suisse (Schweiz) AG per Ende 2017, eine Quote des harten Kernkapitals (CET1) auf Look-through-Basis von 11–12 Prozent aufrechtzuerhalten. Wir wollen bis Ende 2017 mit Kostendisziplin und Kostenmanagement eine operative Kostenbasis von weniger als CHF 18,5 Mia. erreichen, investieren aber weiterhin in die Stärkung unserer Kundengeschäfte und die Verbesserung unserer Kontrollmechanismen. Wir werden alles daransetzen, 2017 weitere Fortschritte in Bezug auf unser Restrukturierungsprogramm zu machen und Chancen auf profitables Wachstum in allen unseren Geschäftsbereichen und Regionen zu nutzen.
  • Weitere Umsetzung der Strategie für das Legal-Entity-Programm und Fokussierung auf den Abschluss der verbleibenden Schritte, darunter die Lancierung von Dienstleistungsgesellschaften in den USA, der Schweiz und Grossbritannien, der Abschluss der ersten nicht-öffentlichen Eingabe im Rahmen einer Comprehensive Capital Analysis and Review (CCAR). Zudem wurde das Legal-Entity-Programm ausgebaut, um Optionen nach dem erwarteten Austritt Grossbritanniens aus der EU zu berücksichtigen.
  • Weiterer Austausch mit Anspruchsgruppen zur Berücksichtigung von Umwelt- und Menschenrechtsaspekten in Risikomanagement-prozessen im Zusammenhang mit Geschäftstransaktionen oder Kundenbeziehungen.
  • Teilnahme an der Konsultation zu den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures des Financial Stability Board (FSB TCFD) und Zusammenarbeit mit Branchenverbänden und relevanten internen Funktionen zur Entwicklung von Ansätzen für den Umgang mit den Empfehlungen der FSB TCFD.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2016

Zielsetzungen Ergebnisse

Unsere Ambition ist es, ein führender Vermögensverwalter zu sein mit ausgeprägten Kompetenzen im Investment Banking. Dafür haben wir uns 2016 eine Reihe strategischer Ziele gesetzt: (i) profitables und nachhaltiges Wachstum, (ii) unsere Kostenbasis reduzieren, um uns mehr operativen Handlungsspielraum zu verschaffen, (iii) Stärkung unserer Kapitalisierung, (iv) unser Kontroll- und Compliance-Umfeld weiter festigen und (v) Rechtsstreitigkeiten aus der Vergangenheit beilegen.

Bei der Erreichung unserer wichtigsten strategischen Ziele konnten wir 2016 Fortschritte erzielen. Unser verstärkter Fokus auf äusserst vermögende Kunden und Unternehmer hat uns erlaubt, beachtliche Nettoneugelder zu gewinnen und unsere Vermögensbasis mit höheren Margen zu entwickeln. Wir konnten Nettoeinsparungen von CHF 1,9 Mia.* erzielen, während wir weiter in unser Kundengeschäft investiert und unsere Kontroll- und Compliance-Mechanismen verbessert haben. Wir haben die Redimensionierung unserer Handelsaktivitäten in Übereinstimmung mit unserer Strategie weitgehend abgeschlossen. Zudem konnten wir Kapital freisetzen, das in Geschäften gebunden war, aus denen wir aussteigen wollten. Insbesondere in der Strategic Resolution Unit (SRU) haben wir beträchtliche Fortschritte bei der Veräusserung von Altbeständen und beim Abbau von Risiken gemacht, mit einer Reduktion der Leverage-Risikoposition und der risikogewichteten Aktiven um je 39 Prozent (in USD). So konnten wir unsere Kapitalquoten stärken und in Geschäftsbereiche investieren, in denen wir wachsen wollen. Mit dem Vergleich mit dem US-Justizministerium im Zusammenhang mit unserem früheren Geschäft mit Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS), das bis ins Jahr 2007 bestand, haben wir Ende 2016 einen wichtigen Meilenstein in der Beilegung alter Rechtsstreitigkeiten erreicht. Wir haben das Jahr 2016 mit einer Quote des harten Kernkapitals (CET1) auf Look-through-Basis von 11,5 Prozent abgeschlossen, sogar nach dem Vergleich mit dem US-Justizministerium im Zusammenhang mit unserem früheren RMBS-Geschäft. Damit sind wir in einer guten Ausgangslage für das Jahr 2017.

Unsere Governance für Compliance-Risiken und -Kontrollen weiterentwickeln, einschliesslich definierter Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb eines klaren Rahmens, und Transparenz in Bezug auf die Effektivität und Effizienz der durchgeführten Kontrollen herstellen.

Wir setzten 2016 einen Chief Compliance and Regulatory Affairs Officer auf Geschäftsleitungsstufe ein. Um gewisse Themen besser angehen zu können und um sicherzustellen, dass wir künftige Compliance Risiken vermeiden, haben wir neue Einheiten und Technologien eingeführt:

  • Die Financial Intelligence Unit soll den Prozess zur Erkennung aktueller und künftiger Compliance-Risiken zur Verhinderung von Geldwäscherei verbessern;
  • die Central Control Unit zur Stärkung des umfassenden Prozesses zur Überprüfung von Know-Your-Customer-Daten und Formalitäten für neue und bestehende Kunden;
  • die Funktion Compliance Investigations für das Management globaler Überprüfungsverfahren und um die Beziehungen zu den Aufsichtsbehörden weiter zu stärken;
  • Single Client View und Relationship Manager Surveillance zur Stärkung unseres ganzheitlichen Kunden- und Kundenberatermonitorings, um die Transparenz bezüglich möglicher Kunden- und Mitarbeiterrisiken sicherzustellen.

Das Legal-Entity-Programm mit der für die zweite Jahreshälfte 2016 erwarteten Aufnahme des Betriebs der neuen Schweizer Rechtseinheit Credit Suisse (Schweiz) AG, die durch die zuständigen Aufsichtsbehörden, insbesondere die FINMA, noch abschliessend genehmigt werden muss, weiterhin umsetzen. Gleichzeitig sicherstellen, dass die Kunden Zugang zu denselben hochwertigen Dienstleistungen, dem Produktangebot und der umfassenden Kompetenz unserer globalen Bank haben. In den USA planen wir, innerhalb der bis Juli 2016 laufenden Frist die Intermediate Holding Company (IHC) zu schaffen.

2016 war ein sehr bedeutendes Jahr für das Legal-Entity-Programm. Hier wurde eine Vielzahl wichtiger Schritte abgeschlossen, u.a.:

  • Gründung der Credit Suisse (Schweiz) AG als hundertprozentigeTochtergesellschaft der Credit Suisse AG, um die Umsetzung unsererstrategischen Ziele zu unterstützen, unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken und den regulatorischen Anforderungen zu entsprechen;
  • Gründung und Inbetriebnahme Credit Suisse Holdings (USA) Inc. in Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen;
  • Eröffnung der Dubliner Niederlassung der Credit Suisse AG im ersten Quartal 2016, womit Irland zu einer wichtigen Drehscheibe für das europäische Prime-Services-Geschäft der Bank wurde.
Den Dialog mit den Aufsichtsbehörden aktiv weiterführen, um unsere Beziehungen zu stärken und unsere Regulierungsagenda zu gestalten.

Die Credit Suisse hat den konstruktiven Dialog mit den Aufsichtsbehörden zu verschiedenen Branchenthemen fortgeführt, die nicht nur zur weiteren Stärkung der Stabilität der Credit Suisse beitragen sollen, sondern auch zu jener des gesamten Finanzsystems. In den vergangenen 18 Monaten haben wir weiter intensiv daran gearbeitet regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und die Verankerung von Sorgfalts- und Kontrollmechanismen in unserem täglichen Geschäft und unserer Unternehmenskultur weiter gestärkt. Im Rahmen unserer Bemühungen, aufsichtsrechtliche Entwicklungen mitzugestalten und ein solides operatives Umfeld für die Banken sicherzustellen, haben wir hierbei unsere Einschätzungen und unsere Kompetenz eingebracht. Zudem haben wir in den verschiedenen Rechtseinheiten Gremien mit Non-Executive Directors eingerichtet um die Governance weiter zu stärken. Unsere Fortschritte wurden von zahlreichen Regulatoren anerkannt.

Verbesserung des Managements von Nachhaltigkeitsrisiken durch die Erweiterung des Schulungsangebots und die Einführung zusätzlicher Hilfsmittel zur Verwendung durch die Front sowie die Entwicklung eines geeigneten Ansatzes zur Überwachung von Nachhaltigkeitsrisiken auf Portfolio-Ebene für bestimmte Sektoren.

Im Jahr 2016 haben wir insgesamt 225 Mitarbeitende im Management von Nachhaltigkeitsrisiken geschult und eine Checkliste eingeführt, die unsere Front-Mitarbeitenden im Umgang mit Umwelt- und Menschenrechtsrisiken bei Private-Banking-Beziehungen unterstützt. Des Weiteren testeten wir unsere neu entwickelten Richtlinien für den Stromerzeugungssektor. Sie regeln den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken in diesem Bereich mit einem Schwerpunkt auf Kohle, Wasserkraft und Kernkraft. Um unser Verständnis für klimapolitische Risiken zu vertiefen und uns auf möglicherweise bevorstehende Offenlegungsvorschriften in diesem Bereich vorzubereiten, haben wir für den Kohlebergbau und den Stromerzeugungssektor ein Pilotprojekt zum Erkennen und Verstehen klimapolitischer Risiken auf Portfolioebene durchgeführt.

¹ Geplantes partielles IPO der Credit Suisse (Schweiz) AG bis Ende 2017, entsprechende Marktbedingungen vorausgesetzt. Ein solches IPO würde die Veräusserung einer Minderheitsbeteiligung umfassen, setzt unter anderem alle notwendigen Genehmigungen voraus und dient dazu, zusätzliches Kapital für die Credit Suisse AG oder die Credit Suisse (Schweiz) AG zu generieren/aufzunehmen.

*Die Netto-Kosteneinsparungen im Jahr 2016 entsprechen der Differenz zwischen dem «bereinigten Geschäftsaufwand zu konstanten Wechselkursen» im Jahr 2015 von CHF 21,2 Mia. und dem «bereinigten Geschäftsaufwand zu konstanten Wechselkursen» im Jahr 2016 von CHF 19,4 Mia. Der «bereinigte Geschäftsaufwand zu konstanten Wechselkursen» ist eine Nicht-GAAP-Finanzkennzahl, bereinigt um Restrukturierungskosten (CHF 355 Mio. im Jahr 2015 und CHF 540 Mio. im Jahr 2016), erhebliche Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten (CHF 820 Mio. im Jahr 2015 und CHF 2’407 Mio. im Jahr 2016) sowie Goodwill-Wertberichtigungen aus dem vierten Quartal 2015 in Höhe von CHF 3’797 Mio., und unterliegt Wechselkursanpassungen (Belastung von CHF 318 Mio. im Jahr 2015 und von CHF 293 Mio. im Jahr 2016). Für die einzelnen Quartale wurden die folgenden Wechselkurse für die wichtigsten Währungen verwendet: erstes Quartal 2015: USD/CHF 0.9465, EUR/CHF 1.0482, GBP/CHF 1.4296; zweites Quartal 2015: USD/CHF 0.9383, EUR/CHF 1.0418, GBP/CHF 1.4497; drittes Quartal 2015: USD/CHF 0.9684, EUR/CHF 1.0787, GBP/CHF 1.4891; viertes Quartal 2015: USD/CHF 1.0000, EUR/CHF 1.0851, GBP/CHF 1.5123; erstes Quartal 2016: USD/CHF 0.9928, EUR/CHF 1.0941, GBP/CHF 1.4060; zweites Quartal 2016: USD/CHF 0.9756, EUR/CHF 1.0956, GBP/CHF 1.3845; drittes Quartal 2016: USD/CHF 0.9728, EUR/CHF 1.0882, GBP/CHF 1.2764; viertes Quartal 2016: USD/CHF 1.0101, EUR/CHF 1.0798, GBP/CHF 1.2451. Es handelt sich dabei um ungewichtete Wechselkurse, d. h. einen linearen Durchschnitt der Monatskurse. Dieser Berechnungsansatz wird konsistent für sämtliche Berichtszeiträume angewendet. Das Management ist der Ansicht, dass die Darstellung unserer operativen Ergebnisse als bereinigte Ergebnisse hilfreich ist, um die Performance unserer Gruppe und Divisionen über einen längeren Zeitraum hinweg kontinuierlich zu bewerten. Hierbei werden Positionen ausgeschlossen, die das Management als nicht repräsentativ für die zugrunde liegenden Ergebnisse erachtet.

Zielsetzungen 2017

 

  • Einen intensiven Dialog mit den massgeblichen Anspruchsgruppen zu den Themen Anlegerschutz, Steuerregeln, Finanzsektorstabilität und Digitalisierung führen.
  • Aufzeigen, wie ein Finanzdienstleistungsinstitut wie die Credit Suisse Kapital, Produkte und Dienstleistungen, Kunden, Mitarbeitende und ein Netzwerk von öffentlichen und privaten Partnern nutzen kann, um die dringlichsten Herausforderungen unserer Gesellschaft anzugehen, bei gleichzeitiger Fokussierung auf die Strategie und Stärkung der Bank – unter anderem durch unser 15-Jahre-Jubiläum «Investing for Impact» im Jahr 2017.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2016

Zielsetzungen Ergebnisse
Weiterführung des Dialogs mit Vertretern aus Politik und Behörden sowie aktive Beteiligung in Branchenverbänden und Arbeitsgruppen.
Wir haben an einem intensiven Dialog mit den massgeblichen Anspruchsgruppen zu verschiedenen Themen wie Anlegerschutz und Steuerregeln teilgenommen. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Diskussionen waren jedoch die Finalisierung der Basler Eigenkapitalvorschriften und der «Too Big to Fail»-Regelungen sowie der Ausgang des britischen Referendums über den Verbleib in der EU und dessen Auswirkungen auf Grossbritannien, die Schweiz und die EU. Im Rahmen unseres konstruktiven Beitrags zu diesem laufenden Dialog haben wir auch unsere Studie «Finanzplatz Schweiz 2016» veröffentlicht.

Einen sinnvollen Beitrag zu integrativem Wachstum und globalen Initiativen leisten, beispielsweise zu den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Dies durch unsere Rolle als Finanz- intermediär, Arbeitgeber und Kunde sowie durch unsere kombinierten Corporate-Citizenship-Programme und -Initiativen, durch die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftsbereichen und die weitere Nutzung der Kompetenzen unserer Mitarbeitenden durch Gelegenheiten, sich zu engagieren.

Unsere regionalen und globalen Initiativen in den Bereichen Mikrofinanz und Bildung, darunter unser Programm zur Vermittlung von Finanzkompetenzen für Mädchen, haben 2016 weitere Finanzdienstleistungen und Bildungsangebote für eine höhere Zahl von Begünstigten ermöglicht. Wir orientieren uns an mehreren Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen – insbesondere den SDGs 1, 4, 5 und 8. Unser Konzept der Partnerschaft mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Regierungen, Mitarbeitenden und Kunden veranschaulicht zudem das Potenzial von SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele), unter anderem durch das Global Citizens Program und durch unsere Aktivitäten im Bereich Impact Investing.

Zielsetzungen 2017

 

  • Weitere Einbettung der Verhaltens- und Ethikstandards im gesamten Unternehmen, um für ein gemeinsames Verständnis und einheitliche Erwartungen der Credit Suisse bezüglich Unternehmenskultur und Verhalten zu sorgen und die Harmonisierung und Standardisierung weiter voranzutreiben.
  • Weitere Gewinnung, Weiterentwicklung und Bindung von Mitarbeitenden, um unsere Geschäftsbereiche bestmöglich zu unterstützen.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2016

Zielsetzungen Ergebnisse
Rekrutierung, Weiterentwicklung und Bindung von Mitarbeitenden, um unsere Geschäftsbereiche bestmöglich zu unterstützen.
Die neue Divisionsstruktur der Credit Suisse wurde per 1. Januar 2016 erfolgreich umgesetzt. Ausserdem haben wir im Jahr 2016 unseren Performance-Management-Prozess überprüft und optimiert. Im Mittelpunkt standen dabei zwei Bereiche: Zum einen sollen die persönlichen Ziele der Mitarbeitenden eng auf die strategischen Ziele der Bank abgestimmt werden, und zum anderen soll die Leistung der Mitarbeitenden in Zukunft an den neuen Verhaltens- und Ethikstandards der Bank gemessen werden. Wir halten es zudem für wichtig, unseren Mitarbeitenden die Flexibilität zu bieten, die sie für eine gute Work-Life-Balance benötigen. Hierzu ermöglichen wir Eltern an verschiedenen Standorten eine grosszügige Elternzeit und bieten Coaching und Unterstützung für neue Eltern, die an den Arbeitsplatz zurückkehren. Wir empfehlen allen Mitarbeitenden, ihren jährlichen Urlaubsanspruch in vollem Umfang zu nutzen. Zudem können alle unbefristeten Mitarbeitenden ein Sabbatical von bis zu drei Monaten beantragen, um sich vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz eine Ruhe- und Erholungspause zu gönnen. Wir verfolgen einen klaren Plan für Vielfalt und Integration, um die Vertretung aller Geschlechter und Ethnien im Management der Bank zu stärken. In Pilotversuchen haben wir auch Schulungen durchgeführt, in denen Führungskräfte gelernt haben, die Folgen unbewusster Vorurteile bei Personalentscheidungen zu begrenzen. Diese Schulungen werden 2017 weltweit eingeführt. Darüber hinaus hatte unsere Förderung weiblicher High-Potential-Talente zur Folge, dass 2016 weltweit mehr Frauen zum Managing Director befördert wurden als je zuvor.

Enge Zusammenarbeit mit Gremien, welche die Interessen der Mitarbeitenden in Bezug auf die Anstellungsbedingungen vertreten, wie der Personalkommission der Credit Suisse (PKOM) in der Schweiz.

Mit unseren Sozialpartnern in der Schweiz pflegen wir einen engen und regelmässigen Kontakt. Vertreter unseres Human-Resources-Bereichs und Führungskräfte der Geschäftsbereiche treffen sich mindestens einmal pro Quartal mit Vertretern der Gewerkschaften und der Personalkommission. Dieser kooperative Ansatz ermöglicht uns, Lösungen zu finden, die der sozialen Verantwortung der Credit Suisse Rechnung tragen und über die gesetzlich oder kollektivvertraglich geforderten Pflichten hinausgehen können. So wurde etwa in der Schweiz die langjährige Weisung zu sozialen Massnahmen für organisatorische Umstrukturierungen per 1. November 2016 überarbeitet und zu einem Sozialplan erweitert. Der Plan enthält ein Instrumentarium, das dazu dient, die Freisetzung von Personal aus strukturellen Gründen möglichst zu vermeiden und Möglichkeiten zu entwickeln, damit Mitarbeitende ihre Karriere innerhalb oder ausserhalb der Credit Suisse fortsetzen können, insbesondere Mitarbeitende über 50.
Die Implementierung und den geplanten partiellen Börsengang (IPO1) der Credit Suisse (Schweiz) AG unterstützen.  Am 20. November 2016 hat die Credit Suisse (Schweiz) AG2 erfolgreich den Betrieb aufgenommen. Rund 6’500 Mitarbeitende wurden in die neue Rechtseinheit überführt. Die Lancierung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung unserer Gruppenstrategie. Durch sie kann unser Schweizer Geschäft an die positive Entwicklung der letzten Quartale anknüpfen und in unserem wichtigen Heimmarkt weitere Marktanteile gewinnen. 

1 Geplantes partielles IPO der Credit Suisse (Schweiz) AG bis Ende 2017, entsprechende Marktbedingungen vorausgesetzt. Ein solches IPO würde die Veräusserung einer Minderheitsbeteiligung umfassen, setzt unter anderem alle notwendigen Genehmigungen voraus und dient dazu, zusätzliches Kapital für die Credit Suisse AG oder die Credit Suisse (Schweiz) AG zu generieren/aufzunehmen.

2 Der Tätigkeitsbereich der Credit Suisse (Schweiz) AG entspricht nicht dem der Division Swiss Universal Bank der Gruppe.

Zielsetzungen 2017

 

  • Sicherstellen eines erfolgreichen globalen ISO-14001-Kontrollaudits unter der Leitung der Zertifizierungsgesellschaft SGS.
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit wichtigen externen Stakeholdern in Bezug auf nachhaltiges Bodennutzungsmanagement.
  • Anpassung unseres Umweltmanagementsystems in den Prozessen und bei der Dokumentation auf den neuen ISO-14001-Standard (gültig ab 2018) mit der entsprechend nötigen Adaptierung des Governance-Modells über alle involvierten Managementbereiche und-stufen.

Zielsetzungen & Ergebnisse 2016

Zielsetzungen Ergebnisse
Weitere Stärkung des global nach ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems (UMS) dank einer erfolgreichen Absolvierung des Kontrollaudits 2016 und Anpassung des UMS an neue Prozesse und Verantwortlichkeiten inklusive Vorbereitung auf die neue ISO-Norm für deren Implementierung per 2018.
Wir haben das ISO-14001-Kontrollaudit 2016 unter der Leitung der Zertifizierungsgesellschaft SGS erfolgreich ohne Korrekturmassnahme bestanden – im Jahr 2016 standen bei den Gebäudeaudits die USA und die Schweiz im Fokus. Im Hinblick auf die neue ISO-Norm, die ab 2018 gilt, haben wir 2016 eine umfassende Analyse unseres bestehenden ISO-14001-Systems zur Identifizierung aller potenziellen Lücken in unserem Umweltmanagementsystem durchgeführt. 2016 konnten wir den ökologischen Fussabdruck aus unseren betrieblichen Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 215’800 Tonnen CO2-Äquivalente weiter reduzieren – unter anderem dank fortlaufender energietechnischer Betriebsoptimierung in unseren Liegen-schaften, weiterer Konsolidierung unseres Portfolios mit Fokus auf Gebäude mit hoher Energieeffizienz sowie des Einsatzes moderner IT-Infrastruktur. Bei der Substitution bestehender Energieträger konnten wir 2016 zudem 56 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Weiter realisierten wir im siebten Jahr in Folge die globale Treibhausgasneutralität.

Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie für die betrieblichen Prozesse, inklusive Entwicklung von längerfristig ausgelegten betriebsökologischen Zielen für umweltrelevante Aspekte.

Wir haben 2016 unsere bestehende Nachhaltigkeitsstrategie für betriebliche Prozesse einer umfassenden Analyse unterzogen und dabei die aktuellen internationalen Entwicklungen im Bereich Bekämpfung des Klimawandels sowie Best-Practice-Trends zum Thema betriebsökologische Zielsetzungen miteinbezogen.
Entwicklung eines neuen Produkts im Bereich Naturschutzfinanzierung, um unser Impact-Investing-Angebot weiter auszubauen. Wir haben ein Anlageprodukt im Naturschutzbereich zum Thema nachhaltige Ozeane entwickelt.