Umwelt

Wir berücksichtigen Umweltaspekte in unserer Geschäftstätigkeit, indem wir entsprechende Produkte und Dienstleistungen entwickeln und Nachhaltigkeitsaspekte im Risikomanagement prüfen. Zur Verbesserung unserer Umweltbilanz setzen wir verschiedene betriebliche Massnahmen um.

Den Rahmen für unsere betrieblichen Massnahmen zum Klimaschutz bildet die Initiative "Credit Suisse Cares for Climate". Diese unterstützt uns dabei, auf verschiedenen Ebenen einen aktiven und messbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In der Schweiz hat die Credit Suisse bereits 2006 Treibhausgasneutralität erreicht – als erstes Grossunternehmen des Landes. Seit 2010 setzen wir die Treibhausgasneutralität mittels unserer Vier-Pfad-Strategie auch global um.

Verbrauchssenkung und Effizienzsteigerung durch Optimierung von Anlagen

Die mit Abstand grösste von uns verursachte direkte Belastung für das Klima ist unser Energieverbrauch. Deshalb bilden Betriebsoptimierungen zur Steigerung der Energieeffizienz ein Kernelement unserer Umweltstrategie und zur nachhaltigen Reduktion von Treibhausgasemissionen. 

Verbrauchssenkung durch energiewirksame Investitionen

Durch Investitionen in energiesparende Technologien können wir ebenfalls unsere Treibhausgasemissionen senken. Wir achten bei Um- und Neubauten auf die Installation energieeffizienter Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen und verwenden hochisolierende Baustoffe. Auch bei der IT-Infrastruktur setzen wir auf energiesparende Technologien. Weitere betriebliche Massnahmen umfassen den Wechsel auf erneuerbare Energien bei Heizungssanierungen, hocheffiziente Beleuchtungsanlagen mit LED-Technologie und energieoptimierte Kühlung in Rechenzentren. 

Einsatz von klimaschonenden Energieträgern

Bei neuen Stromverträgen prüfen wir den Einsatz klimaschonender Energieträger wie Wasser, Wind und Sonne und ersetzen gezielt fossile durch erneuerbare Energien. 2015 bezogen sämtliche Betriebsstandorte in der Schweiz ausschliesslich Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. An zahlreichen Standorten weltweit ist grüner Strom Teil des gelieferten Elektrizitätsmix. 2015 haben wir insgesamt 260 Millionen Kilowattstunden, oder 57 Prozent unseres globalen Stromverbrauchs, aus erneuerbaren Ressourcen bezogen.

Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten

Dank diverser Massnahmen in den Bereichen Betriebsoptimierungen, Investitionen und Substitution können die betrieblichen Treibhausgasemissionen reduziert werden. Restlos vermeiden lassen sie sich dadurch allerdings nicht. Deshalb kompensieren wir die verbleibenden Treibhausgasemissionen, indem wir Emissionsreduktionszertifikate (ERC) zukaufen. Im vergangenen Jahr haben wir so unsere Netto-Treibhausgasemissionen aus dem Geschäftsbetrieb und allen Geschäftsreisen weltweit wiederum vollständig kompensiert (240‘300 Tonnen CO2-Äquivalente). Das ERC-Portfolio umfasste dabei Projekte aus den Bereichen Windenergie, Wasserkraft, Geothermie, Fotovoltaik und Biomasse/Biogas. 50 Prozent der Zertifikate erfüllten den Goldstandard, der Rest stammte aus Klimaschutzprojekten, die durch unabhängige Dritte verifiziert werden.

7655

Stunden Schulungen im Bereich Umweltmanagement für Mitarbeitende

187

tausend Stunden Gebrauch von Desktop-Videokonferenzen halfen mit, unseren CO2-Ausstoss zu senken

Was ist Treibhausgasneutralität?

Als treibhausgasneutral oder klimaneutral werden Prozesse oder Zustände bezeichnet, durch die das globale Gleichgewicht an Treibhausgasen nicht verändert wird. Da Kohlenstoffdioxid (CO2) das am häufigsten vom Menschen verursachte Treibhausgas ist, wird statt "treibhausgasneutral“ häufig auch die Bezeichnung "CO2-neutral“ verwendet.

Zur Erreichung der Treibhausgasneutralität müssen Emissionen vermieden oder durch gezielte Massnahmen ausgeglichen werden. CO2-Emissionen lassen sich einsparen, indem zum Beispiel der Energieverbrauch gesenkt oder die Energieeffizienz erhöht wird. Hinter einer indirekten Vermeidung, auch Kompensation genannt, steht ein Tauschgeschäft: Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, werden an anderer Stelle eingespart. So kann beispielsweise die durch Geschäftsflüge verursachte Klimabelastung ausgeglichen werden, indem andernorts ein Projekt zur regenerativen Energiegewinnung unterstützt wird, welches dieselbe Emissionsmenge zusätzlich reduziert.

Treibhausgasemissionen der Credit Suisse

Geschäftsreisen

Geschäftsreisen sind bei der Ausübung unserer Tätigkeit und im direkten Kundenkontakt oft unerlässlich – entsprechend stellen sie mit einem Anteil von rund 28 Prozent unserer Treibhausgasemissionen eine erhebliche Belastung in unserer Umweltbilanz dar. Um Geschäftsflüge einzusparen, halten wir unsere Mitarbeitenden deshalb dazu an, für kürzere Strecken mit dem Zug zu reisen oder Telefon- und Videokonferenzen (VC) zu nutzen, für die wir die Infrastruktur entsprechend laufend ausbauen. So konnte die Nutzung von speziell eingerichteten VC-Räumen 2015 auf insgesamt 173'946 Stunden gesteigert werden, und die Nutzung von Desktop-Videokonferenzen an den Arbeitsplätzen stieg auf 186’818 Stunden an. Unsere Strategie zur globalen Treibhausgasneutralität beinhaltet seit 2010 auch den Kauf von Klimatickets, mit denen alle Emissionen bei internationalen Geschäftsflügen kompensiert werden. Um unsere Mitarbeitenden zu sensibilisieren, sind auf allen Flugtickets die verursachten CO2-Mengen ausgewiesen. Durch den Kauf von Klimatickets haben wir 2015 rund 66‘600 Tonnen unserer globalen Treibhausgasemissionen kompensiert.

Emissionsberechnung nach internationalen Standards

Für die Berechnung der Emissionen richtet sich die Credit Suisse nach dem VfU-Standard 2013 in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols, einem internationalen Standard für die CO2-Berichterstattung. Die ausgewiesenen Emissionen umfassen die direkten Emissionen (Scope 1), die indirekten Emissionen aus der Erzeugung von Strom, Wärme und Dampf (Scope 2), sowie die übrigen indirekten Emissionen verursacht durch Geschäftsreisen, Vorstufen der Energiebereitstellung, Netzverluste, Papierverbrauch und Abfallentsorgung (Scope 3). Für den Geschäftsflugverkehr wurde ein RFI (Radiative Forcing Index) von 1 verwendet.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Bericht Unternehmerische Verantwortung auf den Seiten 38-40.