Dialog Jugendbarometer: Willkommen bei den Digital Natives

Jugendbarometer: Willkommen bei den Digital Natives

Vier Länder aus verschiedenen Kulturen, eine untersuchte Zielgruppe, vielfältige Einsichten – und ein gemeinsamer Nenner: die Jugend tickt in Echtzeit.

Der Legende nach wurde 1996 am Weltwirtschaftsforum in Davos das erste Mal von «Digital Natives» gesprochen. Der Redner war ein Internetaktivist und hielt ein flammendes Plädoyer für das freie Netz, von dem die Eltern – die er digitale Immigranten taufte – keine Ahnung hätten, weshalb sie es regulieren lassen wollten.

You are terrified of your own children, since they are natives in a world where you will always be immigrants.

John Perry Barlow, “A Declaration of the Independence of Cyberspace,” Davos, 8. Februar, 1996

Heute, kurz vor dem 20. Geburtstag des vielzitierten Begriffes, lässt sich die Spezies der «Digital Natives» (meist werden damit Jahrgänge ab 1980 gemeint) wissenschaftlich untersuchen. Sie sind unterdessen zu jungen Erwachsenen herangereift und geben im sechsten Jugendbarometer der Credit Suisse, Auskunft über ihr Leben, ihre Werte, ihre Wünsche, ihre Arbeit und ihre Ansichten.

Das Internet durchdringt immer mehr Lebensbereiche der Menschen – und jene der Digital Natives ganz besonders. Wie lebt es sich im digitalen Universum? Erstaunlich differenziert! Denn nicht alles, was analog ist, ist automatisch out bei den heute 16- bis 25-Jährigen.

Die digitale, mobile und soziale Interaktion prägt den Zeitgeist der Jugendlichen. Trends und Medien (diesjähriges Schwerpunktthema) sind eng miteinander verknüpft. Müsste man ein Symbol für diese Jugend wählen, es wäre das Smartphone.

Welche Branchen interessieren die Jugendlichen am meisten und was ist ihnen wichtig bei einem Arbeitgeber? Die Generation der heute 16- bis 25-Jährigen hat klare Vorstellungen in Bezug auf Beruf, Finanzen und Karriere.

Wie die Jugendlichen zu Politik, Gesellschaft und Werten stehen, unterscheidet sich in den USA, Brasilien, Singapur und der Schweiz teilweise deutlich. Arbeitslosigkeit, Korruption, Überalterung und Ausländer – das sind nur einige derjenigen Probleme, die die Jugendlichen beschäftigen.