Governance Differences CS & NYSE

Differences CS & NYSE

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Hauptunterschiede zwischen der Corporate Governance der Credit Suisse und den von der New York Stock Exchange (NYSE) erlassenen und für amerikanische Gesellschaften anwendbaren Standards

Die Credit Suisse Group strebt die Einhaltung sämtlicher relevanten Corporate Governance Standards an, einschliesslich zahlreicher, von der New York Stock Exchange (NYSE) erlassenen und für amerikanische Gesellschaften geltenden Standards (NYSE-Regeln). Die Credit Suisse Group prüft ihre Corporate Governance angesichts veränderter Anforderungen und anderer Entwicklungen laufend und passt ihre Standards periodisch an, um neue Gesetze oder Richtlinien zu berücksichtigen oder falls der Verwaltungsrat eine Anpassung für erforderlich erachtet. Viele der NYSE-Regeln sind für die Credit Suisse Group als ausländischer Emittent nicht verbindlich. Die NYSE-Regeln verlangen jedoch, dass ausländische Emittenten bedeutende Unterschiede zwischen deren Corporate Governance Standards und den von derNYSE erlassenen und für amerikanische Gesellschaften anwendbaren Standards offen legen. Nachstehend sind die entsprechenden Unterschiede erläutert:

  • Genehmigung von Mitarbeiterbeteiligungsplänen: Gemäss den NYSE-Regeln bedürfen die Einführung neuer sowie bedeutende Änderungen bestehender Pläne der Genehmigung durch die Generalversammlung, unabhängig davon, ob der Plan vorsieht, dass den begünstigten Verwaltungsräten oder Mitarbeitenden neu herausgegebene Aktien oder Optionen zugesprochen werden oder ob die Gesellschaft diese auf dem Markt kauft. In der Schweiz muss der Generalversammlung die Schaffung von bedingtem Kapital für Mitarbeiterpläne zur Genehmigung vorgelegt werden. Es ist jedoch nicht Sache der Generalversammlung, über die Ausgestaltung der Pläne an sich zu entscheiden.
  • Risikobeurteilung und Risikomanagement: Im Rahmen der NYSE-Regeln gehört es in das Aufgabengebiet des Audit Committee, Richtlinien und Rahmenbedingungen für ein angemessenes Risikomanagement zu überwachen. Bei der Credit Suisse werden diese Fragen im speziell mit der Wahrnehmung von Risikoaufgaben beauftragten Risk Committee diskutiert. Währenddem die Mitglieder des Audit Committee sämtliche NYSE-Unabhängigkeitsvorschriften erfüllen, kann das Risk Committee auch nicht unabhängige Mitglieder umfassen.
  • Berichterstattung: Die NYSE-Regeln sehen vor, dass gewisse Verwaltungsratskommissionen bestimmte Informationen direkt den Aktionären zukommen lassen, während gemäss Schweizer Recht die Kommissionen ausschliesslich an den Verwaltungsrat rapportieren und die Kommunikation mit den Aktionären dem Gesamtverwaltungsrat vorbehalten ist. 
  • Ernennung der externen Revisionsgesellschaft: Die NYSE-Regeln verlangen, dass das Audit Committee direkt für die Ernennung, Entschädigung, Beauftragung und Aufsicht der externen Revisionsgesellschaft verantwortlich ist, es sei denn, das für die betreffende Gesellschaft massgebliche Heimrecht würde eine anders lautende Regelung vorsehen. Im Schweizer Recht ist die Ernennung der externen Revisionsgesellschaft zwingend Sache der Generalversammlung. Der Verwaltungsrat unterbreitet den Aktionären auf Empfehlung des Audit Committee einen entsprechenden Vorschlag.