Verhaltens- und Ethikstandards
Wie wir mit Kunden, externen Stakeholdern und untereinander interagieren, ist für die Umsetzung unserer Strategie von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig achten Aktionäre, Kunden, Mitarbeitende, Gesetzgeber und politische Entscheidungsträger vermehrt auf Ethik, Verhalten und Integrität von Banken.
Wir haben 2017 sechs Verhaltens- und Ethikstandards für die gesamte Bank eingeführt, um ein gemeinsames Verständnis und einheitliche Erwartungen in Bezug auf unsere Kultur und unser Verhalten sicherzustellen. Die Verhaltens- und Ethikstandards werden von einer Governance untermauert, die ein Group Conduct and Ethics Board (CEB) unter Vorsitz von zwei Geschäftsleitungsmitgliedern der Gruppe sowie dedizierte CEBs auf Ebene der Divisionen und ein gemeinsames CEB für unsere Corporate Functions umfasst. Dieser Fokus auf Verhalten und Ethik wird vom Verwaltungsrat und von der Geschäftsleitung der Credit Suisse getragen, was seine strategische Bedeutung für die Bank unterstreicht. Unsere Verhaltens- und Ethikstandards sind ein wesentlicher Bestandteil unseres gesamten Handelns – von der Rekrutierung über das Performance Management bis hin zu unserem Disziplinarverfahren. Mit der Ernennung des Chief Compliance and Regulatory Affairs Officer und der globalen Leiterin Human Resources kam es in der Geschäftsleitung 2019 zu einer Rotation in der Leitung des Bereichs Verhalten und Ethik, mit der wir auf den bestehenden starken Grundlagen aufbauen und unseren bankweiten Ansatz für Verhalten und Ethik weiter optimieren und festigen. Massnahmen im Bereich Verhalten und Ethik bleiben auch unter dieser neuen Führung eine wichtige Priorität. Besonderen Wert legen wir dabei auf die Anerkennung positiver Verhaltensweisen und auf präventive Schulungen sowie auf die Gewährleistung einer angemessenen Governance und auf Sanktionen für negatives Verhalten. Darüber hinaus wurden an zentralen Standorten «lokale Kulturträger» ernannt, die es uns ermöglichen, die Umsetzung von Initiativen unter der Leitung von Divisionen und Funktionen zu ergänzen, indem wir sie auf die jeweilige lokale Praxis und Kultur abstimmen.
Kundenkompetenzen und Compliance
Ein wichtiger Faktor, mit dem wir das Vertrauen der Kunden sowie der Investoren und Aufsichtsbehörden gewinnen, ist eine starke Compliance- und Kontrollkultur. Die Credit Suisse ist bestrebt, bei ihrer Geschäftstätigkeit den höchsten Standards zur Sorgfaltspflicht zu entsprechen sowie nationale und internationale Gesetze und regulatorische Bestimmungen strikt einzuhalten. Sämtliche Mitarbeitenden sind persönlich dafür verantwortlich, dass sie bei der Ausübung ihrer jeweiligen Tätigkeiten intern geltende Regeln und Richtlinien einhalten, dass sie Problemfälle melden oder zur Klärung an die zuständigen Fachstellen weiterleiten.
Unser breites Spektrum an Weiterbildungsprogrammen umfasst Seminare, E-Learning-Kurse, Videoschulungen und Online-Lerngemeinschaften. Zudem können unsere Mitarbeitenden Schulungsprogramme auf ihren mobilen Geräten absolvieren, womit die Benutzerfreundlichkeit verbessert wird. Während des gesamten Jahres hat jeder Mitarbeitende mindestens zehn Pflichtmodule absolviert, abhängig von seinem oder ihrem Verantwortungsbereich. 2019 entwickelten wir dazu über 70 neue obligatorische E-Learning-Programme zu regulatorischen Themen wie zum Beispiel zu Finanzkriminalität, Cyber Security, Informationssicherheit oder zur Einhaltung unserer Verhaltens- und Ethikstandards. Unsere Front-Office-Mitarbeitenden absolvieren Kurse zu grenzüberschreitenden Aktivitäten und zu Themen wie dem Wechsel von den «IBOR»-Zinssätzen zu alternativen Referenzzinssätzen (ARR, Alternative Reference Rates). Darüber hinaus wurde ein neuer Kurs zur Erkennung und Bewältigung von Interessenkonflikten durchgeführt, um alle Mitarbeitenden in diesem für die Bank überaus wichtigen Thema zu schulen.
Weiterbildungsaktivitäten
2019 haben wir unseren Mitarbeitenden, Führungs- und Nachwuchskräften eine Palette von fachspezifischen Kursen und Trainings angeboten.