Global CIO Michael Strobaek: «Wir befinden uns in einem robusten Wachstumsumfeld.»
Artikel und Stories

Global CIO Michael Strobaek: «Wir befinden uns in einem robusten Wachstumsumfeld.»

Der aktuelle US-chinesische Handelskonflikt und die Geldpolitik sorgen für erhöhte Volatilität. Wir glauben, dass der Aktienbullenmarkt in eine andere Phase eintritt. Es bieten sich aber weiterhin attraktive Anlagechancen, unter anderem in den Schwellenländern.

Volatilitätsschübe sind den Anlegern im laufenden Jahr zwar wieder vertrauter geworden, die weltweite Verkaufswelle, von der die Finanzmärkte im Oktober ergriffen wurden, dürfte aber trotzdem für Nervosität sorgen. Weshalb die globalen Märkte gerade zum jetzigen Zeitpunkt korrigieren sollten, ist nicht offensichtlich.

Erfahren Sie im Video mit Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer, mehr über die jüngsten Marktentwicklungen

By accessing the videos and/or podcasts in this page, you hereby consent to Credit Suisse disclosing your full IP address to YouTube and/or SoundCloud for the purpose of enabling you to view or listen to the content hosted in those platforms. These third party platforms are not operated or monitored by Credit Suisse, and your IP address and any other personal data collected, processed or stored by these third party platforms will be subject to their own privacy policies, and Credit Suisse will not be responsible for their treatment of personal data.

Inflation im Auge behalten

Die von anderen Märkten divergierenden Kursgewinne am US-Aktienmarkt und der markante Renditeanstieg bei Staatsanleihen haben sicherlich eine Rolle gespielt, genauso wie die geldpolitische Normalisierung, für welche die Märkte zunehmend eine aggressivere Straffung ins Auge fassen.

In unsicheren Zeiten ist es entscheidend, auf Kurs zu bleiben. Obwohl die Politik in der Eurozone, die geldpolitische Straffung und der Handelskonflikt zwischen den USA und China Risiken bergen, glauben wir weiterhin, dass sich das Wirtschaftswachstum im 4. Quartal 2018 und zu Beginn des Jahres 2019 wieder beschleunigen sollte, zumal vorübergehende Schocks abklingen und China Massnahmen zur Ankurbelung seiner Konjunktur auf den Weg bringt. Die US-Notenbank (Fed) hat ihren Zinspfad klar dargelegt, weshalb nicht mit Überraschungen gerechnet werden muss.

Positive Einschätzung von Aktien bestätigt

Vor dem Hintergrund des robusten globalen Wachstumsumfelds bestätigte das Anlagekomitee der Credit Suisse in seiner jüngsten Sitzung seine positive Einschätzung von Aktien. Zudem änderte es Staatsanleihen infolge des jüngst steilen Renditeanstiegs von Negativ auf Neutral. Wir bekräftigen zudem unseren positiven Ausblick für Rohstoffe, die vom robusten Wachstumsumfeld im fortgeschrittenen Zyklus profitieren sollten.

Obschon sich Schwellenländeranlagen im bisherigen Jahresverlauf unstet entwickelt haben, beurteilen wir auch sie nach wie vor zuversichtlich, weil sie attraktiv bewertet sind und sich die meisten Schwellenländer einer guten fundamentalen Verfassung erfreuen. Im historischen Vergleich haben wir tatsächlich nieeine derart grosse Divergenz in Bewertung und Performance zwischen Industrie- und Schwellenländern beobachtet.

Nachhaltige Anlagen

Die sogenannten Millennials werden – von vorübergehenden Störfaktoren einmal abgesehen – auf längere Sicht als Konsumenten und Anleger an Einfluss gewinnen. Sie messen der Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert bei – einem Faktor, dem wir im Rahmen unseres Supertrends «Werte der Millennials» mit einem umfassenden Overlay bezüglich Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) Rechnung tragen. Der Markt für nachhaltige Anlagen wächst bereits schnell, und die Generation der Millennials dürfte die Nachfrage ankurbeln, zumal die Millennials in den kommenden Jahrzehnten ein Vermögen erben, das in der Grössenordnung von über USD 40 Bio. liegt.