Global CIO Podcast: «Die USA und die Eurozone erleben die tiefste Rezession seit dem 2. Weltkrieg»
Artikel und Stories

Global CIO Podcast: «Die USA und die Eurozone erleben die tiefste Rezession seit dem 2. Weltkrieg»

Die Coronavirus-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen beschäftigen die Anleger weiterhin. Dank deutlicher fiskal- und geldpolitischer Unterstützung und der schrittweisen Lockerungen der Lockdowns in vielen Ländern vermochten Aktien jedoch weitgehend an ihren seit Ende März erzielten Gewinnen im zweistelligen Prozentbereich festzuhalten.

Die Wirtschaftsdaten dürften in den kommenden Wochen weiterhin miserabel ausfallen. Ab Juni sollte sich jedoch unseres Erachtens die Erholung, die in China bereits angelaufen ist, allmählich auch in Europa, den USA und anderen Weltregionen bemerkbar machen. Dennoch dürfte die wirtschaftliche Aktivität bis weit ins Jahr 2021 hinein unter den Vorkrisenniveaus bleiben. Wir rechnen dieses Jahr mit einem Rückgang des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP) um 3.5%, wobei die USA und die Eurozone die tiefsten Rezessionen seit dem zweiten Weltkrieg erleben dürften.

Laut Einschätzung unseres Anlagekomitees bieten Aktien über unseren taktischen Anlagehorizont hinweg nach wie vor Aufwärtspotenzial, zumal sich die Wirtschaft voraussichtlich erholen und die starke geld- und fiskalpolitische Unterstützung anhalten dürfte. Die Abwärtsrisiken werden dadurch beschränkt, dass viele Anleger mit Blick auf eine Erholung weiterhin skeptisch sind und noch nicht wieder investieren. Vor diesem Hintergrund halten wir an unserer geringfügigen Übergewichtung von Aktien fest.

Hören Sie unseren aktuellen House View Podcast mit James Sweeney, Chief Economist and Regional CIO Americas.

Die Zeiten bleiben schwierig, weshalb wir beim Anlegen nach wie vor auf eine breite Diversifikation achten. Wir bleiben zudem in Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern und High-Yield-Unternehmensanleihen übergewichtet. Zudem sind wir in Portfolios zu einer Übergewichtung von Investment-Grade-Unternehmensanleihen übergegangen, da diese anhaltend attraktive Spreads aufweisen. Und zu guter Letzt bleiben wir auch in Rohstoffen übergewichtet. Wir rechnen neu damit, dass sich der Energiesektor besser als andere Segmente des breiteren Rohstoffkomplexes entwickeln wird, da die Produktion stark zurückgegangen ist und sich die Nachfrage allmählich erholt.