Global CIO Video: Wir sind eindeutig in einer neuen Welt angekommen
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Global CIO Video: «Wir sind eindeutig in einer neuen Welt angekommen»

Noch vor wenigen Wochen haben die globalen Aktienmärkte auf Allzeithochs notiert. Wie schnell sich doch die Lage geändert hat: Die globale Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die Auswirkungen der oftmals drastischen staatlichen Eindämmungsmassnahmen sorgen für grosse Angst, zumal auch das Weltwirtschaftswachstum beeinträchtigt wird. Im neuen Global CIO Video erläutern wir die jüngsten Entwicklungen und unsere Einschätzungen hierzu.

Wir sind eindeutig in einer neuen Welt angekommen. Die Anleger reagieren, indem sie riskante Investments abstossen und stattdessen in Safe-Haven-Anlagen wie Staatsanleihen Zuflucht suchen. Öl, das infolge der Wachstumsabschwächung ohnehin schon unter Druck stand, erlitt einen zusätzlichen Rückschlag, weil sich die wichtigsten Ölfördernationen nicht auf eine weitere Senkung der Förderquoten einigen konnten.

Erfahren Sie im neuen Global CIO Video mit Burkhard Varnholt, Deputy Global Chief Investment Officer & CIO Switzerland, mehr über die jüngsten Marktbewegungen und den aktuellen Ausblick für Anleger.

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In unserem Anlagekomitee sind wir der Ansicht, dass es noch zu früh ist, die aktuellen Marktturbulenzen als Handelsgelegenheiten zu sehen. Die Märkte bleiben höchst volatil, und Anleger, die den Markt zu timen versuchen, sind schlecht beraten. Aus diesem Grund bleiben wir in Aktien neutral gewichtet, bis das Vertrauen wiederhergestellt ist und die fundamentalen Faktoren, die weiterhin zugunsten von Aktien sprechen, wieder vermehrt in den Vordergrund rücken.

Die Renditen von Staatsanleihen sind infolge der Flucht der Anleger in sichere Anlagen zwar weiter gefallen, sie werden aber unserer Einschätzung zufolge wieder nach oben drehen, sobald die Eindämmungsmassnahmen sowie die geld- und finanzpolitischen Reaktionen erste Erfolge zeigen. Wir bestätigen folglich unseren negativen Ausblick für Staatsanleihen. Unsere Einschätzung von Rohstoffen bleibt ebenfalls unverändert: Wir halten an unserer Übergewichtung des Gesamtmarkts für Rohstoffe fest, zumal Letzterer auch Edelmetalle umfasst, die zur Diversifikation von mit dem Coronavirus zusammenhängenden Risiken beitragen.

Geduld und entschiedene Massnahmen sind gefragt

Der Ausbruch des Coronavirus stellt ein Risiko dar, das nur äusserst schwer zu quantifizieren und dessen Entwicklung unmöglich vorherzusagen ist. Allerdings ist Angst ein schlechter Anlageratgeber. In Zeiten wie diesen ist es daher wichtiger denn je, eine solide Anlagestrategie auf der Grundlage starker Grundsätze zu verfolgen. Diversifikation ist hierbei das wichtigste Prinzip. Das Virus ist nicht der erste Sturm, es wird nicht der letzte sein, aber es wird wie jeder Sturm vorüberziehen.

Wir brauchen nun entschiedene und glaubwürdige Massnahmen seitens der (Geld-)Politik und eine klare Kommunikation seitens der Regierungen. Anders als 2008, als die Finanzmärkte in eine Krise abgerutscht sind, ist das Finanzsystem heute solide aufgestellt, sind die Banken deutlich besser kapitalisiert, die Risiken tiefer und wissen die Zentralbanken, was zu tun ist.

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