Global CIO Video: Erholung der Industrieproduktion vertagt
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Global CIO Video: Erholung der Industrieproduktion vertagt

Der Ausbruch des Coronavirus stellt die Weltwirtschaft vor neue Herausforderungen, zumal er globale Lieferketten unterbricht und mit substanzieller Unsicherheit einhergeht. Im neuen Global CIO Video erläutern wir die jüngsten Entwicklungen und unsere Einschätzungen hierzu.

Das Coronavirus hat uns in Bezug auf sein Ausmass und seine Verbreitung überrascht. Aus diesem Grund haben wir unsere Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft leicht gesenkt, da China, wo das Epizentrum des Ausbruchs liegt, für rund 30% der globalen Produktion verantwortlich ist. Der Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe dürfte sich zwar verzögern, sollte sich aber unseres Erachtens im 2. Halbjahr 2020 im Zuge sich normalisierender Bedingungen kraftvoll bemerkbar machen.

Unser Anlagekomitee hat dieses Umfeld anlässlich seiner letzten Sitzung sorgfältig analysiert. Vergangene Epidemien lassen den Schluss zu, dass sich der Coronavirus-Ausbruch nur vorübergehend auf die Märkte auswirken sollte. Effektiv haben sich die Aktienmärkte in den Industrieländern bisher als bemerkenswert resistent erwiesen. Dennoch belassen wir die strategische Allokation in unseren Portfolios vorerst unverändert, halten aber fest, dass Aktien auf absoluter Basis und im Vergleich zu Anleihen hoher Bonität nach wie vor attraktive Renditeperspektiven bieten.

Erfahren Sie im neuen Global CIO Video mit John Woods, Chief Investment Officer APAC, mehr über die jüngsten Marktbewegungen und den aktuellen Ausblick für Anleger.

Über die Volatilität hinwegsehen

Um Aktien aus taktischer Sicht wieder optimistischer beurteilen zu können, müsste sich zuerst mehr Klarheit in Bezug auf das Ausmass und die Dauer der Epidemie einstellen. Die Rohstoffmärkte haben einen Rückschlag erlitten, zumal sie sensibel auf die wirtschaftlichen Entwicklungen in China und weltweit reagieren. Wir glauben jedoch, dass mittlerweile ein beträchtlicher Nachfragerückgang eskomptiert ist und der breit gefasste Rohstoffindex Aufwärtspotenzial bietet. Wir halten daher im Portfoliokontext an unserer leichten Übergewichtung der Anlageklasse fest.

Über die durch das Coronavirus bedingte Volatilität hinweg beurteilt unser Anlagekomitee Schwellenländeraktien etwas positiver. Unseres Erachtens wird eine Erholung der Weltwirtschaft das Wachstum unterstützen. Zudem sind die Bewertungen attraktiv, was zu einer verbesserten Renditeperspektive beitragen sollte. Der Phase-eins-Handelsdeal zwischen China und den USA dürfte Nachfrage und Rendite bei Schwellenländeraktien stützen.

Die asiatischen Aktienmärkte schätzen wir derzeit neutral ein, zumal das Coronavirus das Wirtschaftswachstum in der ganzen Region beeinträchtigen dürfte. Hingegen haben wir einen positiven Ausblick für Lateinamerika, wo wir insbesondere Brasilien gegenüber Mexiko bevorzugen.