Global CIO Video: Das wirtschaftliche Umfeld bleibt sehr schwierig
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Global CIO Video: Das wirtschaftliche Umfeld bleibt sehr schwierig

Die letzten Wochen waren nichts für schwache Nerven. Anleger mussten markante Marktbewegungen ertragen, wie sie ein Baisse-Umfeld typischerweise mit sich bringt. Die Aktienmärkte haben korrigiert und damit den Umstand eskomptiert, dass die Zentralbanken, allen voran die US-Notenbank, ihre Leitzinsen weiterhin aggressiv anheben, um die Inflation wieder auf die Zielwerte zu drücken.

Effektiv haben die Zentralbanken bestätigt, dass sie keinen Kurswechsel vornehmen werden, obwohl sie erkennen, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt und sich die Unternehmensgewinne somit abschwächen dürften. Vor diesem Hintergrund hat das Anlagekomitee der Credit Suisse beschlossen, im Portfoliokontext an einer vorsichtigen Positionierung festzuhalten und sich auf den Schutz des Anlagevermögens zu konzentrieren. Wir bleiben in Aktien untergewichtet engagiert, weil die Anlageklasse angesichts des schwächelnden Wirtschaftswachstums in Verbindung mit hoher Inflation und einer Straffung der monetären Bedingungen weiter unter Druck stehen dürfte.

Erfahren Sie im neuen House View Video mit Philipp Lisibach, Chief Global Strategist, mehr über unsere aktuellen Einschätzungen.

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Zudem erwarten wir, dass dieser Konjunkturabschwung in den kommenden Monaten auch die Rohstoffmärkte bremsen wird. Wir gehen daher zu einem negativen taktischen Ausblick für den breiteren Rohstoffkomplex (gemessen am Bloomberg Commodity Index) über, zumal sich die Nachfrage nach Rohstoffen, insbesondere nach Industriemetallen und Energie, infolge der Wachstumsverlangsamung voraussichtlich abkühlen wird. Auf längere Sicht bieten indessen diverse strukturelle Treiber, wie beispielsweise die Energiewende, dieser Anlageklasse anhaltende Unterstützung.

Mit Blick auf den Fixed-Income-Sektor bestätigen wir unsere Übergewichtung von auf Hartwährungen lautenden Schwellenländeranleihen, weil sie im Vergleich zu anderen USD-Anleihen einen attraktiven Renditevorteil aufweisen. Diese Präferenz von Hartwährungsverbindlichkeiten wird zusätzlich durch unsere aktuelle Einschätzung untermauert, wonach der Ausblick für Schwellenländerwährungen wegen der steigenden Zinsen in den Industrieländern (vor allem der USD-Zinsen) mittlerweile unattraktiv geworden ist.