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Entspannung auf dem Wohnungsmarkt

Credit Suisse Studie zum Schweizer Immobilienmarkt 2005In der Schweiz werden dieses Jahr rund 47 000 Wohnungen fertiggestellt, so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. In den meisten Ballungszentren wird sich die Wohnungsmarktsituation dieses Jahr entspannen, einzig in der Region Genf zeichnet sich kaum Bewegung ab. Zu diesem Schluss kommen die Ökonomen der Credit Suisse in ihrer diesjährigen Studie "Der Schweizer Immobilienmarkt - Fakten und Trends". Gemäss den Autoren ist in allen Segmenten des Wohnungsmarktes mit einem langsameren Preiswachstum zu rechnen als 2004. Bei den Büroflächen werden die Überkapazitäten 2005 noch leicht zunehmen. Denn das Wachstum der Gesamtwirtschaft reicht weiterhin nicht aus, um die überschüssigen Flächen zu absorbieren.

Die Ökonomen der Credit Suisse rechnen 2005 mit einem leichten Rückgang der Nachfrage nach Wohnraum, wobei das Niveau insgesamt hoch bleibt. Zurückzuführen ist dies auf eine geringere Zuwanderung als in den Vorjahren, auf den erwarteten moderaten Zinsanstieg sowie auf stagnierende frei verfügbare Einkommen.

Stärkste Angebotsausdehnung an Wohnungen seit Mitte der 90er-Jahre
Die Immobilienspezialisten gehen im laufenden Jahr davon aus, dass rund 47 000 Wohneinheiten fertiggestellt werden. Dies ist die stärkste Angebotsausweitung seit Mitte der 90er-Jahre. Eigentumswohnungen stellen auch 2005 das wichtigste Segment im Wohnungsbau dar, der Mietwohnungsbereich holt jedoch auf. Hier ist insgesamt mit einem leichten Anstieg der Leerwohnungsziffer zu rechnen. Trotz steigender Leerstände erwarten die Immobilienspezialisten 2005 kaum Mietzinseinbussen. Die steigenden Zinsen werden vielmehr zu anziehenden Mieten bei den bestehenden Wohnbauten führen. Bei der Vermietung von Neubauwohnungen sind hingegen im Schweizer Mittel keine Aufschläge mehr zu erwarten. Im Gegenteil, die Mieten im Hochpreissegment könnten im laufenden Jahr vereinzelt nachgeben. Die Preisdynamik bei Stockwerkeigentum und Einfamilienhäusern verlangsamt sich im laufenden Jahr weiter.

Weiterhin Überkapazitäten auf dem Büroflächenmarkt
2005 dürfte im Bereich der Büroflächen nochmals ein schwieriges Jahr werden. Das gegenwärtige Wachstum der Gesamtwirtschaft reicht bei weitem nicht aus, um die überschüssigen Flächen zu absorbieren. Im Gegenteil: der Höchststand der Leerstände - insbesondere in den Ballungsräumen Basel und Zürich - dürfte wohl erst im Sommer/Herbst 2005 erreicht werden. Da auch dann kein rascher Abbau der Überkapazitäten in Sicht ist, dürften die Mieten im laufenden Jahr stärker nachgeben als 2004.

Zunehmender Druck auf Mietpreise bei den Verkaufsflächen
Der Detailhandel wird auch im angebrochenen Jahr keine markante Verbesserung des Geschäftsganges erleben. Billig-Labels der traditionellen Anbieter und ausländische Discounter sind die Konsequenz der schwachen Marktperformance. Denn ein Mengen- und damit Umsatzwachstum ist nur noch über Preiszugeständnisse möglich. Auch wenn 2005 keine markanten Korrekturen zu erwarten sind, nimmt der Druck auf die Mietpreise bei den Detailhandelsflächen zu.

Immobilien als Anlageklasse verdienen einen festen Platz
Auch als Anlageklasse verdienen Immobilien gemäss der Studie der Credit Suisse-Ökonomen einen festen Platz. Zu den wichtigsten Vorteilen gehört die tiefe Korrelation zu anderen Anlageklassen sowie das unterschiedliche Rendite-Risko-Profil. Die Beteiligung an den Immobilienmärkten ist über Immobilienaktien und -fonds auch für Kleinanleger möglich. Allein an der Schweizer Börse werden mehr als 20 unterschiedliche Produkte mit Schweizer Immobilien gehandelt.