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Beschleunigtes Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2005

Globale Wirtschafts- und Finanzmarktperspektiven 2005Die Experten der Credit Suisse erwarten, dass sich die Anleger im ersten Quartal auf ein freundliches Wachstumsszenario einstellen. Dies dürfte zu einer Stärkung der Aktienmärkte und des US-Dollars sowie zu einer Abschwächung bei Obligationenpreisen führen. Im zweiten Quartal könnten zunehmend Inflationsbefürchtungen und Erwartungen höherer US-Leitzinsen aufkommen. Auf längere Sicht sollten die Anleger deshalb ihre Positionen in risikoärmere Segmente innerhalb der jeweiligen Anlageklassen umschichten. Im Bereich Pharma könnten laut den Experten neue Methoden in der Krebstherapie den wichtigsten Innovationsschub des laufenden Jahrzehnts darstellen.

Das Weltwirtschaftswachstum verlangsamt sich seit dem Frühjahr 2004. Wichtigste Einflussfaktoren sind die höheren Ölpreise, die abnehmenden Impulse der Steuersenkungen in den USA, eine leichte Abkühlung der überhitzten chinesischen Wirtschaft sowie die ersten Auswirkungen der Zinsanhebungen durch die Zentralbanken in den angelsächsischen Ländern. Die neusten Daten weisen jedoch darauf hin, dass sich das Wachstum in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres wieder beschleunigen sollte. Entsprechend gehen die Experten der Credit Suisse davon aus, dass sich die Anleger im ersten Quartal auf ein freundliches Wachstumsszenario einstellen.

Währungen: US-Dollar dürfte kaum unter die jüngsten Tiefstände sinken
Im Währungsbereich rechnen die Analysten im ersten Quartal mit einer Fortsetzung der Dollarerholung, weil eine Straffungspolitik des Fed an den Märkten allmählich eingepreist wird. Der Zielbereich liegt um 1.25 zum Euro wie auch zum Schweizer Franken. Im zweiten Quartal dürfte diese Erholung auslaufen und sich der Dollar wieder leicht abschwächen. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass er dieses Jahr nachhaltig unter die vor einigen Wochen verzeichneten Tiefstände (rund 1.13 zum Schweizer Franken, 1.36 zum Euro) sinken wird.

Deutliche Zinserhöhungen in den USA - Zinsanhebung in der Schweiz erst nach der Sommerpause
Das Fed dürfte in diesem Jahr energischer an der Zinsschraube drehen als bislang angenommen. Insbesondere im 12-Monats-Horizont dürften die bereits an den Märkten eingepreisten erwarteten Fed-Zinserhöhungen nicht ausreichend sein. Die Experten der Credit Suisse haben die Libor-Prognosen entsprechend um rund 30 Basispunkte nach oben angepasst. Zum Jahresende 2005 dürften die US-Leitzinsen ein Niveau von 4% erreicht haben.

Vor dem Hintergrund einer Wachstumsverlangsamung in der ersten Jahreshälfte 2005 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) signalisiert, dass die Notwendigkeit, eine rasche Aufwertung des Schweizer Franken zum Euro zu vermeiden, ihre Zinsstrategie beherrschen dürfte. Vor diesem Hintergrund dürfte die SNB zwar nach wie vor vorsichtig agieren, bis zum Jahresanfang 2006 aber den 3-Monats-Libor auf rund 1.3% anvisieren. Die Schweizer Kapitalmarktzinsen dürften sich leicht vom US-Zinsanstieg abkoppeln.

2005: Ein Wendepunkt im Obligationenmarkt?
Zu Beginn des Jahres 2005 rechnen die Experten der Credit Suisse mit einem leichten Anstieg der langfristigen Renditen. Sie gehen davon aus, dass sich die Bondmärkte mehr auf die positiven vorlaufenden Indikatoren als auf die schwächeren aktuellen Wirtschaftsdaten wie das BIP-Wachstum konzentrieren werden. Später, wenn der erwartete Aufschwung näher rückt, dürften die langfristigen Renditen deutlicher ansteigen. Die im Verhältnis zum Angebot hohe Nachfrage nach festverzinslichen Papieren in den USA sollte jedoch sicherstellen, dass dieser Anstieg geringer ausfällt als am kurzen Ende. Auf Grund der Zinsanhebungen durch die Zentralbanken und der engen Spreads dürften Unternehmensanleihen im laufenden Jahr insgesamt eine leicht schwächere Entwicklung verzeichnen als Staatspapiere.

Aktienmärkte: Moderates Aufwärtspotenzial
Solange die Kapitalmarktrenditen nicht allzu deutlich steigen und das Fed nicht allzu abrupt an der Zinsschraube dreht, sehen die Aktienstrategen der Credit Suisse Spielraum für eine Fortsetzung der Hausse ins erste und möglicherweise frühe zweite Quartal 2005. Europa und Japan bieten am meisten Aufwärtspotenzial. Einen Höchststand dürften die Aktienmärkte im Frühling 2005 erreichen. Eine anschliessende Korrektur könnte sich dann bis ins dritte Quartal 2005 hinziehen.

Die Analysten empfehlen eine Reihe von Themenbereichen in den Aktienmärkten: Eine Möglichkeit ist der Kauf von Aktien mit bereits guten Dividenden, bei denen im laufenden Jahr eine Erhöhung der Ausschüttungsquote erwartet wird (z.B. ausgewählte europäische Versicherungsgesellschaften). Eine andere Möglichkeit ist die Übergewichtung von Large Caps gegenüber Small Caps und von Growth- gegenüber Value-Werten. Zudem erscheinen einige längerfristig orientierte Themenbereiche interessant, die sich insbesondere auf die potenziellen zukünftigen globalen Markenführer aus China konzentrieren sowie Spezialthemen wie alternative Energien.

Fokus Pharma: Neue Hoffnung dank viel versprechenden Krebstherapien
Eine Heilung von Krebserkrankungen liegt zwar noch in weiter Ferne, doch die neusten Therapieformen bringen Fortschritte. Die involvierten Pharmaunternehmen werden voraussichtlich stark davon profitieren. Die aktuellen Einführungen neuer Krebstherapien könnten für die Pharmabranche den wichtigsten Innovationsschub des laufenden Jahrzehnts darstellen. Die Umsatzprognosen in diesem Bereich sind nach Einschätzung der Experten der Credit Suisse jedoch noch vorsichtig. Hinzu kommt, dass die Finanzmärkte schon früher dazu tendiert haben, das Umsatzpotenzial innovativer Medikamentenklassen zu unterschätzen.