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Zehn Jahre Purchasing Managers' Index (PMI)

Credit Suisse Studie zum Purchasing Managers' IndexHeute feiert der Purchasing Managers' Index (PMI) der Schweiz sein zehnjähriges Jubiläum. Der PMI ist ein vorlaufender Konjunktur- indikator, der monatlich die Entwicklung des Geschäftsverlaufs im Schweizer Industriesektor abbildet. Er weist eine hohe Korrelation mit meist später publizierten offiziellen Statistiken auf. Dies macht den PMI zu einem wertvollen Instrument zur Beurteilung der konjunkturellen Entwicklung der Gesamtwirtschaft, wie das Economic Research der Credit Suisse in seiner neusten Publikation ausführt.

Vor exakt zehn Jahren haben die Ökonomen der Credit Suisse und der Schweizerische Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) den PMI nach amerikanischem Muster für die Schweiz geschaffen. Seither hat er sich - neben dem Konjunktur-Barometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich - zum wichtigsten vorlaufenden Konjunkturindikator der Schweiz entwickelt. Der PMI basiert auf einer monatlich durchgeführten Umfrage bei Mitgliedern des SVME.

Rasche Verfügbarkeit und hohe Korrelation mit dem realen Bruttoinlandprodukt
Der wesentliche Vorteil des PMI gegenüber vergleichbaren, amtlichen Statistiken liegt in seiner rascheren Verfügbarkeit. Dadurch ermöglicht der Indikator der Credit Suisse und des SVME frühzeitig einen Einblick in die aktuelle konjunkturelle Entwicklung der Schweiz. Bewährt hat sich der PMI vor allem bei der Erkennung kurzfristiger Tendenzen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Dank der engen Beziehung zum effektiven Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts werden konjunkturelle Wendepunkte um durchschnittlich drei bis sechs Monate im Voraus angezeigt. Obschon der PMI "nur" das verarbeitende Gewerbe abbildet, besteht ein enger Zusammenhang mit dem Bruttoinlandprodukt. Zwar generiert der Schweizer Industriesektor nur noch gut einen Viertel der Gesamtwertschöpfung. Dennoch ist die Industrie aufgrund ihrer Nachfragekraft nach Dienstleistungen grösstenteils für die Schwankungen innerhalb eines Konjunkturzyklus verantwortlich.

Teilindikatoren liefern zuverlässig und vorzeitig Zusatzinformationen
Zusätzlich zum gewichteten zusammengesetzten Hauptindikator lassen sich aus den PMI-Teilindikatoren weitere wichtige konjunkturrelevante Informationen gewinnen. In der Studie werden die Teilindikatoren Produktion, Beschäftigung und Preise den vergleichbaren amtlichen Statistiken gegenübergestellt. In allen drei Gegenüberstellungen zeigt sich dabei ein hoher Grad an Übereinstimmung. So beträgt beispielsweise die Korrelation zwischen dem PMI-Teilindikator Produktion und der Produktionsstatistik des Bundesamtes für Statistik 0.95 (eine Korrelation von eins entspräche einer vollständigen Übereinstimmung). Der Vorteil des PMI-Teilindikators Produktion gegenüber dem Pendant des Bundesamtes für Statistik liegt erneut in der deutlich früheren Verfügbarkeit. Die Produktionsstatistik erscheint jeweils bis zu zwei Monate nach Ende eines Quartals, während der PMI mit seinen Teilindikatoren im Monatsrhythmus berechnet und publiziert wird.

PMI als Instrument zur Konjunktur-Beobachtung und -Prognose
Die schnelle Verfügbarkeit sowie die hohe Übereinstimmung mit offiziellen Statistiken machen den PMI zu einem wertvollen Instrument zur Beobachtung und Prognose der konjunkturellen Entwicklung des Schweizer Industriesektors und der Gesamtwirtschaft. Der PMI erscheint jeweils am ersten Arbeitstag jedes neuen Monats um 15:00 Uhr. Die Publikation erfolgt durch das Economic Research der Credit Suisse. Auch heute um 15:00 ist wieder ein PMI-Stichtag, der erste im elften Jahr.

Monatliche Umfrage beim SVME als Basis
Der PMI basiert auf einer monatlich durchgeführten Umfrage bei Mitgliedern des Schweizerischen Verbandes für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME). Dabei werden rund 200 Einkaufsmanager von Schweizer Industrieunternehmen über deren Geschäftsgang im laufenden Monat relativ zum Vormonat befragt. Die Fragen sind qualitativer Art und betreffen insgesamt acht Bereiche: Produktion, Auftragsbestand, Einkaufsmenge, Einkaufspreise, Lieferfristen, Einkaufslager, Verkaufslager und Beschäftigung. Die entsprechenden Antworten münden nach einfacher Berechnung in gleich betitelte Teilindikatoren, wovon fünf den gewichteten zusammengesetzten PMI bilden.