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Massnahmen in den Regionen
Konkrete Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz werden in allen Regionen durchgeführt.
Schweiz
Wir setzten zahlreiche Optimierungsmassnahmen im Rahmen unseres Gebäudeportfolios sowie in unserer IT-Infrastruktur um und konnten so weltweit die Energieeffizienz stark verbessern. 2012 wurde das grösste Schweizer Minergie-P-Eco® Bürogebäude fertiggestellt: Der Uetlihof 2 und bietet Raum für über 2 000 Arbeitsplätze. Der Minergie P- Eco® Standard verlangt zum Beispiel eine kompakte Gebäudeform mit einer hochgedämmten Fassade, eine effiziente Lüftung sowie einen sehr hohen Anteil an natürlichem Licht an den Arbeitsplätzen. Auch werden hohe Ansprüche an die Schadstofffreiheit der eingesetzten Materialien gestellt, damit ein möglichst gesundheitsschonendes Innenraumklima für unsere Mitarbeitenden garantiert ist.
Auch 2011 hat die Credit Suisse in der Schweiz die zurückerstatteten Mittel aus der CO2-Lenkungsabgabe vollumfänglich in Projekte investiert, die die Ziele der Initiative Credit Suisse Cares for Climate unterstützen. So wurden unter anderem Investitionen für den Wechsel auf erneuerbare Energien bei Heizungssanierungen, effiziente Beleuchtungsanlagen und die optimierte Kühlung in Rechenzentren vorgenommen. Viele dieser Investitionen generieren Aufträge für spezialisierte Schweizer Unternehmen und kommen so der lokalen Wirtschaft und unseren Geschäftskunden direkt zugute. Wir finanzierten darüber hinaus auch ausgewählte nationale Forschungsprojekte, die zum Ziel haben, die CO2-Emissionen im Bauwesen nachhaltig zu senken.
In 2011 haben wir die Software E-Maximo in rund 400 Schweizer Geschäftsliegenschaften für die globale Implementierung weiterentwickelt. E-Maximo erleichtert es, gebäudespezifische Effizienzziele festzulegen und Auswirkungen gezielter Betriebsoptimierungen sowie energierelevanter Investitionen zu analysieren. Der Prozess der Qualitätskontrolle wird damit wesentlich vereinfacht und beschleunigt. Durch die verbesserte Darstellung der Daten (beispielsweise Gebäude-Footprint) mittels automatischer Reportingfunktion wird die Analyse und Kommunikation deutlich optimiert.
Grossbritannien
In der Bewertung des Carbon Reduction Commitment Energy Efficiency Scheme (CRC) 2011 erreichte Credit Suisse (UK) Rang drei unter den Finanzdienstleistern und Rang 91 insgesamt. Die britische Regierung lancierte das obligatorische CRC-Programm 2010, um grosse öffentliche und private Organisationen zur Reduktion ihrer Emissionen und zur Steigerung ihrer Energieeffizienz zu bewegen.
Zudem erhielt die Credit Suisse (UK) den 2011 Carbon Trust Standard, der Betriebe auszeichnet, die ihren CO2-Ausstoss in absoluten Zahlen reduziert haben und ein gutes betriebsbezogenes Kohlenstoffmanagement vorweisen können.
Durch die Trennung von Plastik, Papier, Metall und Speiseabfällen konnte 2011 die Recyclingrate an unserem Standort in London von 91 auf 96 Prozent gesteigert werden. Durch die Trennung und Trocknung von organischen Küchenabfällen wird Methan gewonnen, das wiederum an ein Gasversorgungsunternehmen verkauft wird.
Asien-Pazifik
Als Folge des Erdbebens und des Tsunamis in Japan hatte die Regierung für den Sommer 2011 Energiereduktionsziele erlassen. Die Credit Suisse traf bereits frühzeitig Vorkehrungen, um das vorgegebene Ziel von 15 Prozent Energieeinsparung in den Tokioter Büros erfolgreich einzuhalten. Erreicht wurden die Ziele unter anderem durch die optimierten Einstellungen von Klimaanlagen, das zeitliche Verlagern beim Betrieb gewisser IT-Anlagen oder die beschleunigte Umstellung auf effizientere Geräte.
Im März 2011 wurden die Büros der Credit Suisse im Serangoon Building in Singapur mit dem Green Mark «Platinum» Award der Building and Construction Authority für ihre Innenausstattung ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte aufgrund schon früher vorgenommener Ausbauten des regionalen Rechenzentrums, das bereits 2009 mit einem Platinum Award prämiert wurde. Zusätzlich zu Wasser- und Energieeffizienz bewertet der Preis auch Aspekte wie Standortwahl, Umweltschutz, Innovationen und Arbeitsumfeld (zum Beispiel den ausschließlichen Einsatz von LED-Beleuchtung).
Die Büros der Credit Suisse in Sydney wurden 2011 in Übereinstimmung mit Australiens Environmental-Sustainable-Design-(ESD) Richtlinien renoviert, wofür wir eine Auszeichnung für den besten Innenausbau der Masters Builders Association von New South Wales erhielten. Der Ausbau beinhaltete Massnahmen wie die Installation energiesparender Beleuchtungssysteme, den Einbau von Strom Unterzählern zur gezielten Überwachung des Elektrizitätsverbrauchs (sub-metering), 100 Prozent Wiederverwendung oder Recycling von Material- und Bauabfällen sowie eine Ausweitung von Möglichkeiten zur Nutzung von Videoconferencing. Mit dieser Sanierung wird eine jährliche Reduktion des Energieverbrauchs um zehn Prozent angestrebt.
Americas
Der Umzug des Büros in Houston bot die Möglichkeit zur Erhöhung der operationalen Betriebseffizienz. So wurde dabei ein Mietvertrag ausgehandelt, der Angaben zur Unterzählermessung für gekühltes Wasser enthielt, um so dem Büro Kostenersparnisse zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde der Energieverbrauch durch Kühlung der Räume während Randzeiten durch eine Abschottung der Geschäftsbereiche gesenkt, bei der jene mit einer hohen Aktivität während Randzeiten zusammengelegt wurden. Dieses Projekt hat einen Return-on-Investment (ROI) von zwei Jahren und wird voraussichtlich im Laufe des 10-jährigen Mietvertrags betriebliche Einsparungen in Höhe von USD 700 000 erzielen.
In unserem Rechenzentrum in Princeton wurden 2011 vier Kühlsysteme mit energieeffizienteren Modellen ersetzt. Gleichzeitig haben wir weitere durchgeführt, wie beispielsweise die Nutzung von Umgebungsluft und Wasser für Kühlzwecke, die automatische Feinabstimmung der Anlagen im Einklang mit der Nutzungshäufigkeit sowie Anpassungen im Betriebsablauf, um den Energieverbrauch ausserhalb der normalen Arbeitszeiten zu reduzieren. Für diese Bemühungen wird die Credit Suisse USD 1,86 Millionen an Energieeffizienzanreizen von lokalen Energieversorgern und öffentlichen Programmen erhalten. Darüber hinaus sollen Einsparungen von jährlich 2 380 000 Kilowattstunden und damit Kosten von USD 4,9 Millionen über die 20-jährige Lebensdauer der neuen Anlagen erzielt werden.