Sorgfaltspflichten

Finanzdienstleistern kommt volkswirtschaftlich eine zentrale Rolle zu. Sie stellen die Infrastruktur für Zahlungsverkehr und Börsengeschäfte zur Verfügung, gewähren Kredite für Investitionen und sind mitverantwortlich für Vermögensbildung und -bewahrung. Diese Aufgaben kann die Credit Suisse nur erfüllen, wenn sie hohen Ansprüchen an Sorgfalt und Vertrauenswürdigkeit gerecht wird.

So muss sie beispielsweise den Missbrauch ihrer Dienstleistungen verhindern, ohne dabei die finanzielle Privatsphäre ihrer Kunden zu beschneiden. Strikte Einhaltung der «Know your customer»-Regeln und der strengen Schweizer Sorgfaltspflicht-Standards sind zentral. Neben der Identifikation der Kunden sind die permanente Überprüfung grösserer Kontobewegungen, der Abgleich mit Listen verdächtiger Personen und die Meldung an Behörden bei Verdachtsmomenten zentral. Gegenüber politisch exponierten Kunden aus kritischen Ländern betreibt die Credit Suisse eine restriktive Geschäftspolitik.

Management von Umwelt- und gesellschaftlichen Risiken im Kreditgeschäft

Ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung und Optimierung von Produkten ist die frühe Identifikation von ökologischen und gesellschaftlichen Risiken. Um beispielsweise Kredit-, Haftungs- und Reputationsrisiken zu vermeiden, durchlaufen sensitive Transaktionen einen klar definierten Prozess; so können Umweltrisiken identifiziert und bewertet werden.

Bei Projektfinanzierungen kommen die "Equator Principles" zur Anwendung. Diese definieren ein einheitliches Vorgehen, um bei Projektfinanzierungen gesellschaftliche und ökologische Risiken zu berücksichtigen. Basis für die Beurteilung von Projekten bilden dabei Richtlinien der Weltbank-Gruppe. Betroffene Projekte werden in Risiko-Kategorien eingeteilt, und je nach Risikograd sind zusätzliche Abklärungen und Massnahmen erforderlich.
Die Credit Suisse gehörte zu einer Gruppe von zehn Finanzdienstleistern, welche 2003 die Equator Principles verabschiedet haben. Bis Ende Februar 2007 haben sich weltweit über 40 Banken dazu bekannt.

Verantwortungsbewusstes Verhalten

Terrorismusbekämpfung, Geldwäschereiprävention, Insiderregeln sind einige Beispiele dafür, dass Finanzdienstleister in einem anspruchsvollen juristischen Umfeld agieren. Durch Schulung und Kontrolle der Mitarbeitenden sorgen interne Compliance-Stellen dafür, dass Gesetze sowie freiwillige Selbstverpflichtungen und interne Richtlinien eingehalten werden.

Die Credit Suisse wendet an allen ihren Standorten nebst den lokalen Regeln auch das robuste Schweizer Regelwerk zur Bekämpfung und Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung an. Zu diesem Zweck beteiligt sie sich als eine von zwölf weitweit tätigen Banken, vereinigt in der Wolfsberg Group, an der Festlegung branchenweiter internationaler Standards. Ausserdem steht sie mit Regulatoren weltweit in engem Kontakt, um Standards und Prozesse laufend sich ändernden Bedingungen anzupassen.

Wirtschaft und Menschenrechte

In der öffentlichen Diskussion um Internationalisierung und Globalisierung hat das Thema Wirtschaft und Menschenrechte an Bedeutung gewonnen. Die Credit Suisse bekennt sich zu der im UN Global Compact postulierten Verantwortung bezüglich der Menschenrechte. Sie ist überzeugt, dass wirtschaftliche Aktivitäten zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen beitragen, wenn negative Effekte erkannt und korrigiert oder gemildert werden.