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Menschenrechte

Im Bereich Menschenrechte orientiert sich die Credit Suisse an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO.

Bei der Diskussion um Menschenrechte und Unternehmen ist es wichtig, die Rolle der Wirtschaft und der anderen Akteure in den richtigen Kontext zu setzen. Es ist klar, dass die Hauptverantwortung für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte beim Staat liegt. Es scheint aber weniger offensichtlich zu sein, dass Menschenrechtsverpflichtungen nicht nur für Staaten und Regierungen, sondern bis zu einem gewissen Grad auch für Unternehmen gelten.

Die Credit Suisse anerkennt ihre Verantwortung zur Einhaltung der Menschenrechte und richtet sich dabei
nach den menschen- und arbeitsrechtlichen Prinzipien des UN Global Compact und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.

Menschenrechtserklärung für Unternehmensführer

Die Credit Suisse richtet sich nach den menschen- und arbeitsrechtlichen Prinzipien des UN Global Compact und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinen Nationen.   Zudem orientieren wir uns am vom ehemaligen UN-Sonderbeauftragten für Unternehmen und Menschenrechte, Prof. John Ruggie, verfassten Rahmenwerk "Protect, Respect and Remedy" zur Verantwortung von Staaten und Unternehmen für Menschenrechte und den dazugehörigen Leitsätzen. Um die Umsetzung dieser Leitsätze auch für den Bankensektor zu erleichtern, hat die Credit Suisse 2011, zusammen mit anderen europäischen Banken, die Initiative ergriffen und arbeitet gegenwärtig mit Experten aus der Wissenschaft daran, diesbezüglich branchenspezifische Empfehlungen zu entwickeln.

Einflussbereiche

Die Credit Suisse anerkennt ihre Verantwortung zur Respektierung der Menschenrechte innerhalb ihres Einflussbereichs. Diesen definiert sie – in absteigendem Grad - folgendermassen:

  • eigene Mitarbeitende
  • Lieferanten und Outsourcing-Partner
  • Firmen- und Privatkunden
  • Lokale Gemeinwesen

Während die eigenen Mitarbeitenden in unserem direkten Einflussbereich stehen, können sich in den übrigen Kategorien indirekte Berührungspunkte mit Menschenrechtsfragen ergeben. Je nach Ausgestaltung und Intensität der Beziehungen im konkreten Fall fällt denn auch in diesen Kategorien der Grad unserer tatsächlichen Einflussmöglichkeiten entsprechend unterschiedlich aus.

Die Mitarbeitenden stehen im innersten Einflussbereich der Credit Suisse – hier verfügt die Bank über direkte Verpflichtungen zum Schutz der Menschenrechte wie z.B. Gleichberechtigung, Schutz vor Diskriminierung, gerechte Arbeitsbedingungen. Kinder- oder Zwangsarbeit beim eigenen Personal ist für Banken glücklicherweise kein Thema. Der zweite Einflussbereich umfasst die Lieferanten und Outsourcing-Partner der Credit Suisse. Die Bank versucht zu gewährleisten, dass die wesentlichen Partner die Menschenrechte respektieren und beispielsweise keine Kinder- oder Zwangsarbeit einsetzen oder die Vereinigungsfreiheit ihrer Mitarbeitenden einschränken.

Der dritte Einflussbereich mit indirekten Berührungspunkten zu Menschenrechtsfragen besteht bei unseren Kundenbeziehungen – nämlich dann, wenn durch Kundenaktivitäten potenziell Menschenrechte tangiert werden, beispielsweise durch grössere Umsiedlungen oder Projekte, die die Kultstätten lokaler Gemeinschaften oder indigener Gruppen bedrohen könnten. Kritische Aspekte von Transaktionen klärt die Credit Suisse daher in einem klar definierten, umfassenden Risikoprüfungsverfahren ab und weist gegebenenfalls Geschäfte zurück, die unsere Anforderungen nicht erfüllen. Die Anforderungen an unsere Kundebeziehungen in Bezug auf Menschenrechte werden in unseren umfassenden Sektor-Weisungen und -Richtlinien transparent aufgeführt. Bei Individual- und Privatkunden ist hierbei die Anwendung der Vorschriften zur Geldwäschereibekämpfung zentral, was auch die Identifikation und Überwachung von politisch exponierten Personen (PEP) mit einschliesst.

Der vierte und äusserste Einflussbereich umfasst die lokalen Gemeinwesen in der Umgebung unserer Geschäfts- und Bürozentren. Da unsere Geschäftsliegenschaften in der Regel in städtischen Gebieten liegen und auch nur geringfügige Emissionen ausstossen, sind die negativen Auswirkungen auf unsere Nachbarn gering. Im Gegenteil, durch karitative Aktivitäten und ihr Mikrofinanz-Engagement versucht die Credit Suisse, lokale Gemeinwesen gezielt zu unterstützen.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Um der Förderung von Menschenrechten auch über das eigene Geschäft hinaus Ausdruck zu verleihen, ging die Credit Suisse kürzlich eine Partnerschaft mit dem Internationalen Menschenrechtsforum Luzern (IHRF) ein. Diese öffentliche, jährlich stattfindende Konferenz wird überwiegend von Studierenden organisiert und bezweckt die Unterstützung und nachhaltige Weiterführung der Menschenrechtsdebatte sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Menschenrechtsfragen.

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