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Equator Principles
Bei Projektfinanzierungen orientieren wir uns am freiwiligen Branchenstandard, der auf den Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank-Gruppe basiert.
So richten wir uns bei Projektfinanzierungen nach den Equator Principles, die auf den Umwelt- und Sozialstandards der Weltbankgruppe basieren. Im Rahmen dieser Bestimmungen verpflichten sich die über 70 beteiligten internationalen Finanzdienstleister dazu, vor einer Finanzierungs- oder Beratungszusage die Auswirkungen von Rohstoff- und Infrastrukturprojekten auf Mensch und Umwelt mittels Verträglichkeitsgutachten überprüfen zu lassen und Kunden dazu aufzufordern, möglichen negativen Folgen der Projekte mit der Entwicklung konkreter Massnahmen entgegenzuwirken.
Ein universaler Standard
Bei der Finanzierung internationaler Grossprojekte wie Goldminen oder Staudämmen in Entwicklungs- und Schwellenländern haben sich die Equator Principles weitgehend durchgesetzt.
Die Equator Principles bilden einen wichtigen Standard zur Überprüfung von Projektfinanzierungen.
Firmen, die bei der Credit Suisse Geld für Projektfinanzierungen leihen möchten, müssen unter anderem folgende Anforderungen erfüllen:
- Bei Übernahme eines neuen Projekts müssen sie gewissenhaft dessen mögliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in Form eines Sozial- und Umweltverträglichkeitgutachtens überprüfen. Für allfällige negative Folgen müssen passende Gegenmassnahmen (zum Beispiel Bau von Kläranlagen, Verbesserung der Infrastruktur) eingeleitet werden.
- Es muss eine Überprüfung des Gutachtens durch unabhängige, externe Experten erfolgen.
- Das zu finanzierende Projekt muss den entsprechenden Kriterien der Weltbank sowie den Gesetzen des jeweiligen Landes entsprechen.
- Die Projektinitiatoren, sprich die Schuldner, sind dazu verpflichtet, der Gläubigerbank periodisch Rechenschaft abzulegen.
- Menschen, die von den Auswirkungen eines Projekts betroffen sind, müssen frühzeitig und angemessen in den Planungsprozess und die Risikobewertung einbezogen werden.
- Für allfällige Bedenken seitens der betroffenen Gemeinschaft muss durch den Projektinitiator ein Beschwerdemechanismus eingerichtet werden.
Die Credit Suisse gehörte 2003 zur Gruppe der Erstunterzeichner der Equator Principles und berichtet seitdem jährlich über deren Umsetzung. Darüber hinaus sind wir seit 2010 im Steuerungskomitee der Equator Principles aktiv und beteiligen uns an Arbeitsgruppen zum Anwendungsbereich der Prinzipien und zur Förderung des Dialogs mit NGOs sowie in der Governance Task Force zur Entwicklung der Equator Principles III. Equator Principles Transaktionen sowie weitere Transaktionen mit potenziellen Nachhaltigkeitsrisiken werden gemäss einem einheitlichen internen Prozess geprüft.