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Die Bewertung. Ein nachhaltiges System

Das praxisorientierte Gütesiegel berücksichtigt alle Bereiche des nachhaltigen Bauens und macht Vorgaben mess- und vergleichbar.

Damit Immobilien in der Schweiz erstmals ganzheitlich auf ihre Nachhaltigkeit überprüft werden können, ist eine geeignete Methode Voraussetzung. Als solche begreift sie nachhaltiges Bauen als ein umfassendes System, in dessen Mittelpunkt der Mensch steht. So ist für die Beurteilung etwa entscheidend, ob die Grundversorgung und Durchmischung im Quartier das gewünschte Niveau erreichen und ob ein Gebäude gut an den öffentlichen Verkehr angebunden ist. Ebenso sollen das individuelle Wohlbefinden der Nutzer, der gesellschaftliche Nutzen, der gewissenhafte Ressourcenumgang, aber auch die Aussicht auf langfristige Rentabilität im Einklang stehen.

Die fünf Dimensionen der Nachhaltigkeit

Um den Mittelpunkt des innovativen Bewertungssystems gruppieren sich sowohl ökologische als auch ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte. Bewertet werden insgesamt 35 Kriterien, die in fünf Dimensionen zusammengefasst sind (siehe Grafik). Sie repräsentieren die für die Gebäudenachhaltigkeit ausschlaggebenden Bereiche. Es sind: Nutzung, Infrastruktur, Energie, Materialien und Lebenszyklus.

Die stärkste Gewichtung erfahren die Bereiche Nutzung und Infrastruktur mit jeweils neun Kriterien, der Bereich Materialien weist sieben Kriterien auf und die Bereiche Energie und Lebenszyklus zeigen je fünf. Betrachtet man die 35 Kriterien nach ihrer Relevanz bezüglich Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft, ergibt sich die Verteilung in Reihenfolge: 43 Prozent, 37 Prozent und 20 Prozent.

Dimensionen und Kriterien

Über achtzig Indikatoren

Den qualitativen und quantitativen Kriterien sind insgesamt 86 Indikatoren zugeordnet, welche die Nachhaltigkeit bewertbar machen. Die Indikatoren können entweder erfüllt, teilweise erfüllt oder nicht erfüllt sein. Die Ergebnisse werden subsumiert und erscheinen als Erfüllungsgrade der fünf Dimensionen in einem übersichtlichen Spinnendiagramm. Die anschauliche Illustration zeigt, ob eine Immobilie den Anforderungen der einzelnen Dimensionen genügt oder nicht genügt, und sie legt ihre Stärken und Schwächen bezüglich der Nachhaltigkeit offen.

Die wegweisende Methode von greenproperty beurteilt Liegenschaften differenziert, ganzheitlich und objektiv. Dadurch setzt das Gütesiegel einen höheren Massstab an als alle bisher in der Schweiz angewendeten Bewertungsmethoden.

Weil Nachhaltigkeitskonzepte künftige gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Entwicklungen berücksichtigen sollen, ist das Bewertungssystem flexibel gehalten in dem Sinne, dass es jährlich überprüft und gegebenenfalls an neue Standards angepasst wird. Damit ist auch das System als solches nachhaltig.

 

 

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