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Insights

Market Update Februar – Kommentar von Robert Parker

2010-02-23

USA: weiterhin positives Bild

Das Bild eines schnellen Aufschwungs im ersten Halbjahr ist weitgehend intakt, mit einem BIP-Wachstum von 3,5 % bis 4 % auf annualisierter Basis. Allerdings bleiben auch die Argumente für eine Abschwächung des Wachstums im zweiten Halbjahr gültig: eine steigende Sparquote, eine weniger expansive Fiskal- und Geldpolitik, die noch immer hohe Arbeitslosigkeit, ein schwaches Gewinnwachstum und die noch immer herrschende Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe. Wir erwarten, dass sich das Wachstum in diesem Zeitraum auf annualisierter Basis auf 2 % abschwächen wird.

Europa: nur bescheidene Erholung

Die bescheidene Erholung in der Eurozone ist intakt. Deutschland liegt hierbei an der Spitze, doch zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten tritt ein starkes Gefälle zutage, und die Haushaltsprobleme beschränken sich nicht alleine auf Griechenland.Das Wachstum der Eurozone dürfte 2010 kaum über 2 % liegen. Dieses Niveau dürften auch nur Deutschland und Frankreich erreichen, während die schwächeren Volkswirtschaften die Wachstumsrate für die Gesamtregion in Richtung 1,5 % drücken werden.

Japan: Wachstum nimmt an Fahrt auf

Das Wachstum der japanischen Wirtschaft nimmt an Fahrt auf, und das BIP könnte im ersten Halbjahr auf annualisierter Basis um 3 % zulegen. Doch ebenso wie in anderen Teilen der Welt erwarten wir auch in Japan für das zweite Halbjahr eine Wachstumsabschwächung auf möglicherweise bis zu 1,5 %.

Auswirkungen auf die Märkte

Aktien

Die Aktienmärkte hatten einen schwierigen Start ins neue Jahr, und auch wenn sich die Kursrückgänge im Februar verlangsamen dürften, werden wohl kurzfristig auch weiterhin die negativen Faktoren dominieren. Es gibt jedoch gute Argumente für eine erneute Rally im März/April, getragen von hochwertigen Sektoren mit hohen Dividendenrenditen. Auch müssten gegen Ende des zweiten Quartals die Korrekturen in den Emerging Markets abgeschlossen sein und in der zweiten Jahreshälfte dürfte auch dort wieder eine Rally einsetzen.

Anleihen

Die Januar-Rally bei US-Treasuries und deutschen Staatsanleihen korrelierte eng mit der Verkaufswelle an den Aktienmärkten. Die starken Konjunkturdaten aus den USA wurden hierbei ausser Acht gelassen.  Die Anleihemärkte tendieren allgemein seitwärts und stossen bei den aktuellen Niveaus auf starke Widerstände. Es wäre verfrüht, eine grössere Verkaufswelle zu prognostizieren, wenngleich ein hohes Angebot, stärkere Zahlen, die verfrühte Erwartung von Zinserhöhungen durch die amerikanische Notenbank und eine steigende Gesamtinflation zu Beginn des zweiten Quartals starke Verkäufe bei US-Treasuries auslösen könnten.

Rohstoffe

Angesichts der wirtschaftlichen Stärke der Schwellenländer und der positiven Wachstumsüberraschungen in den USA und Japan dürften sich die Preise von Industriemetallen nach den jüngsten Korrekturen nun stabilisieren und sich wieder Aufwärtsdruck aufbauen.

Währungen

In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich der US-Dollar wieder abschwächen, wenn die Eurozone ihre fiskalischen Probleme in den Griff bekommt und an den Märkten wieder das Problem der Refinanzierung des amerikanischen Haushalts- und Handelsdefizits in den Mittelpunkt rückt. Ein kurzfristiger Kursrückgang des Euro gegenüber dem US-Dollar auf 1,30 bis 1,35 ist sehr wahrscheinlich.

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